01. 05. 2018
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Immobilien & Investments

Neuer Immobilientrend: Apartments statt Kaufhäuser

Ein Überangebot an Shoppingmalls und die zunehmende Tendenz zum Onlinekauf führen zu leer stehenden Geschäften. Manche Investoren verlegen sich daher darauf, Ladenflächen durch Wohnungen zu ersetzen und damit eine interessante Mischung aus Wohnen und Einkaufen zu schaffen.

Autor: Patrick Pohlmann

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In Mary Esther im Okaloosa County soll das zur Santa Rosa Mall gehörende frühere Kaufhaus Belk abgerissen und gegen einen 228 Wohneinheiten umfassenden Apartmentkomplex ersetzt werden. Laut nwfdailynews.com sind für das Bauprojekt mit dem Namen "The Renaissance at Santa Rosa Town Center", das vier frei stehende, vierstöckige Gebäude umfassen soll, Investitionskosten von etwa 37 Millionen Dollar veranschlagt. Bei dem Projekt auf dem rund 35.000 Quadratmeter großen Grundstück handelt es sich um ein Jointventure des Bauentwicklers Rea Ventures Group mit dem hinter dem Shoppingcenter stehenden Unternehmen Radiant Partners. Nach Aussage von Breck Kean, Vizepräsident der in Atlanta ansässigen Rea Ventures Group, ist die Fertigstellung der Häuser und der Bezug der ersten Wohnungen bis Ende 2019 oder Anfang 2020 geplant. Helfen dabei sollen auch Fördergelder durch das US-Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung.

Die Apartmentanlage soll aus 30 Drei-Zimmer-Wohnungen und 106 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit jeweils zwei Bädern sowie 92 Ein-Zimmer-Wohnungen bestehen. Die genaue Höhe der Mieten steht noch nicht fest, sie sollen aber nach den Worten von Kean unter denen in den neuen Wohnanlagen in Navarre und Destin und über denen in älteren Apartmenthäusern in Fort Walton Beach und Mary Esther liegen. Angesichts eines Wohnungsleerstands von unter 2 Prozent sieht Kean gute Chancen, die Wohnungen schnell zu vermieten. Als Mieter sind vor allem Angehörige der in Mary Esther ansässigen Militärbasis und damit in Verbindung stehender Firmen mit ihren Familien anvisiert.

Auch in Port Richey im Pasco County sollen offenbar zwei ehemalige Geschäftshäuser des Einkaufszentrums Gulf View Square gegen Wohnhäuser ersetzt werden. Laut den Tampa Bay Times hat die Firma B & Z, die den Inhabern der aus Miami stammenden Dorvidor Management Company gehört, die früheren Kaufhäuser Macy’s und J. C. Penney für zusammen 3,55 Millionen Dollar erworben. Mit den zugehörigen Parkplätzen umfasst das Grundstück rund 75.000 Quadratmeter. Das Unternehmen wollte vorerst keine Angaben zu seinen Plänen machen.

Dorvidor hat 2013 bereits einen 420 Wohneinheiten großen Apartmentkomplex in Port Richey erworben und besitzt auch Wohnanlagen in Brandon und Largo. Das Interesse von Apartmententwicklern an ehemaligen Geschäftsgrundstücken ist bezeichnend für die starke Nachfrage nach Wohnraum insbesondere für Familien in der Tampa-Bay-Region. Gemäß dem Wohnungsmarktforschungsunternehmen Real Data wurden hier allein im vergangenen Jahr über 5.800 Mehrfamilienwohnungen vermietet, mehr als im selben Zeitraum neu gebaut wurden. Die Leerstandsrate liegt dementsprechend bei gerade einmal 4,1 Prozent, die durchschnittliche Miete bei 1154 Dollar.

 
  
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