Oder anders gesagt: Einer von fünf Hauseigentümern in Florida ist im Hypo-Rückstand oder bereits im Zwangsvollstreckungsverfahren.
Dagegen fiel die Rate der "Neuzugänge" (Immobesitzer mit nur 30 Tagen Darlehensrückständen) von 12,6 Prozent Ende 2009 auf 11 Prozent in 2010. Außerdem blieb die 2,4-Prozent -Rate der Hypotheken, die Foreclosures nach sich ziehen, von Ende 2009 bis zum ersten Quartal 2010 unverändert. Nichtsdestotrotz stieg die Anzahl an zwangsbeigebrachten Immobilienkrediten in Florida von 13,4 Prozent Ende 2009 auf 14 Prozent in diesem Jahr. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein satter Anstieg um 10,5 Prozent.
US-weit sieht's ähnlich aus: Mehr als 10 Prozent der Hauseigentümer haben es im ersten Quartal 2010 nicht geschafft, ihre Kreditraten pünktlich zu zahlen. Ein Rekordergebnis, denn im vierten Quartal 2009 waren's noch 9,5 Prozent säumige Zahler und im selben Zeitraum 2008 lediglich 9,1 Prozent.
Tricky: Die nationalen Kennziffern sind saisonal angepasst (inklusive Heizkosten etc.), das kann das Ergebnis am Jahresende in die Höhe treiben. Floridas "nackten" Zahlen hingegen sind nicht angepasst (…).
Da kommt "Zins-Charming" gerade recht: Obamas Verwaltung rief jüngst den "Making-Home-Affordable"-Plan aus, um mit staatlich genehmigten Umschuldungen der US-Foreclosure-Welle (1,2 Prozent von Ende 2009 bis Anfang 2010) Einhalt zu gebieten.
Und siehe da, vor wenigen Tagen gab das U. S. Treasury Department bekannt, wie die Palm Beach Post berichtete, dass 295.348 permanente nationale Umschuldungen sowie 36.130 permanente Florida-Umschuldungen offiziell gemacht wurden.
Und wir erleben Florida sowieso happy ever after.



