Immobilien & Investments
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Orlando-Hausbewohner: Should I stay or should I go?

Platz drei bei "US-Hypotheken Unterwasser". Da kann man als Orlandoer schon mal ins Grübeln kommen, ob man hier "alt" werden (aussehen?) möchte oder Zentralflorida einfach den schönen Rücken kehrt. Aber wohin? Spielermekka Las Vegas und Wüstenblume Phoenix fallen schon mal flach, denn die stecken nach jüngsten Zahlen des kalifornischen Immo-Forschers CoreLogic Inc. noch tiefer im Darlehensschuldensumpf.

Autor: Tanja Weithöner

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Zurück nach Zentralflorida: 55 Prozent oder vielmehr 285.004 aller kreditfinanzierten Immobilien sind weniger wert als die Restschulden, die noch auf ihnen lasten.

Solche "Schattenhäuser", die entweder schon von den Banken eingesackt oder gerade noch auf den letzten Stufen der Foreclosure-Liste stehen, gibt’s hier seit fünf Monaten immer mehr. Aber – Schreck lass nach – die Zwangsbeibringungs-Neu-Aufnahmen sind um ein Viertel gesunken (im Vergleich zum Vormonat sowie 2009)! Und die Verkaufspreise für bestehende Orlando-Objekte schwellen seit drei Monaten ununterbrochen an, auf einen aktuellen Durchschnittspreis von 115.000 Dollar.

Nichtsdestotrotz haben Zentralfloridas Immobilien innerhalb der vergangenen drei Jahre die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Und nun wieder die Frage der Fragen: Walk away statt strive through?

Bevor wir uns in dieser Frage zu weit aus dem Fenster lehnen, ein Beispiel:
Ein Mitte-des-Jahrhunderts-Drei-Schlafzimmer-Haus samt Bootsanleger und Granitausstattung in direkter Kanallage von Süd-Orlandos Isle of Catalina, gekauft für 93.000 Dollar und aktuell mit 208.000 Dollar belastet, ist nun auf dem Markt für
229.000 Dollar (würde also alle Schulden plus Immo-Gebühren decken). Dass der Wunschpreis erreicht wird, ist allerdings fraglich ... Vergleichbare Häuser in der Nachbarschaft brachten "nur" 160.000 Dollar, schreibt der Orlando Sentinel.

Die Eigentümer haben ihre monatlichen Zahlungen eingestellt, nachdem man ihnen eine weitere Umschuldung ausgeschlagen hat. Mit diesen "Hypo-Einsparungen" könnte man auch ein neues Haus anzahlen (doch: Walk-away schützt vor Schulden für Versicherungen, Steuern nicht).

Also besser bleiben und eventuell im Kreditrating sinken? Oder doch einen Short Sale einleiten, wo der Kreditgeber sich einverstanden erklärt, dass das Eigentum für weniger verkauft wird, als es verschuldet ist? Welch ein Dilemma …

Wie auch immer: Für den Käufer läuft's auf attraktive Preise hinaus!

 
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