Schließlich kann man als Gläubiger nie genau wissen, ob ein Foreclosure nicht mehr bringt (besonders wenn der Eigentümer gut kreditversichert ist oder die Bank auf saftige, schnelle FDIC-"loss-share"-Gelder hofft). So ein Pech.
Aber es liegt auch am Gläubiger selbst, sich für "schnelles" Geld zu entscheiden und sich mit unzähligen Verbindlichkeiten und noch unzähligeren "Fällen" (mehrere Hundert im Monat sind´s, die verkaufen wollen) auseinanderzusetzen.
Ganz zu schweigen von undurchsichtigen Investoren und Großbanken, die es bezüglich angebotener Verkaufssummen langsam zu überzeugen gilt.
Nichtsdestotrotz soll es tatsächlich noch Short Sales geben, die ihrem Namen alle Ehre machen und in knapp 90 Tagen über die Bühne gehen.
Nicht aber in Südwestflorida, wo vermeintliche Immobilien-"Schnellschüsse" zur
Tagesordnung gehören wie der morgendliche Coffee to go im Thermobecher.
Floridas Immobilienmakler zeigen sich dafür umso fixer: 4.000 von ihnen haben eine "lukrative" Short-Sale-Lizenz erworben, seit die "National Association of Realtors" diese offiziell anbietet (Oktober 2009), berichtet die Herald Tribune.
Gut für sie, denn mittlerweile sind darlehenssäumige Eigentümer, die für Short Sales qualifiziert sind, in fast die Hälfte aller Immobiliengeschäfte der Sarasota und Manatee Association of Realtors involviert. Da können die Hauspreise ja nicht nach oben gehen, wenn jeder Zweite unter Druck steht, verkaufen zu müssen?
Über 25 Prozent aller aus dem Immo-Boom herrührenden Hypotheken kann gar nicht frei verfügt werden, stecken sie doch in Wertpapier-Paketen, die unsere Freunde AIG, Citigroup, Lehman Bros. & Co. als sogenannte "credit-default swaps" an Investoren verhökert haben, wobei deren Krisenauszahlungen gerade ungeahnte Höhen annehmen. Trotzdem: Happy Short Sale Bidding!
PS: Wollen Sie noch wissen, wie viel das FDIC 2010 bis jetzt ausgeben musste, weil die Banken Angebote wie das Ihre unter den Tisch fallen lassen haben? 18 Milliarden Dollar!



