11. 11. 2016
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Immobilien & Investments

Smaller is better: Neuer Trend beim Bau von Wohnanlagen in Südwestflorida

Lange Zeit schien bei der Planung neuer Wohnsiedlungen in Florida der Wahlspruch "Nicht kleckern, sondern klotzen" zu gelten. In jüngster Zeit ist aber speziell in Südwestflorida ein Trend zu kleinen Wohnanlagen auszumachen. Für Hauskäufer gibt es eine Reihe von Gründen, einer kleinen gegenüber einer großen Siedlung den Vorzug zu geben.

Autor: Patrick Pohlmann

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Große Wohnanlagen locken mit der Aussicht, in einer eigenen Welt zu leben, die man dank vielfältiger Freizeitmöglichkeiten allenfalls zu besonderen Anlässen verlassen muss. Viele Hauskäufer sind mittlerweile aber zu dem Schluss gekommen, dass es für sie keinen Sinn ergibt, für teure Einrichtungen Geld zu bezahlen, die sie letztendlich gar nicht nutzen. In der Folge verlagern sich die Bauherren in Südwestflorida von riesigen Siedlungen zunehmend auf kleinere Wohnanlagen und verzichten weitgehend auf aufwendige Freizeiteinrichtungen. Ein weiterer Grund für diese "neue Bescheidenheit" liegt laut The News-Press darin, dass große Grundstücksflächen mittlerweile immer schwerer zu finden sind.

Kleinere Anlagen mit einer Größe von weniger als 50 bis knapp über 100 Wohneinheiten lassen sich dagegen problemlos in noch vorhandenen Lücken zwischen bereits verkauften Grundstücken bauen. Bauträger sind auf diese Weise zudem in der Lage, sich kleine Filetflächen in attraktiven Wohnlagen für ihre Projekte auszusuchen. Michael Greenberg, Regionalpräsident der Baugesellschaft Neal Communities, nennt als Beispiele Oaks of Estero und Estero Place, deren Bewohner aufgrund der Nähe des Estero Regional Parks mit seinen Fitness- und Freizeitmöglichkeiten ohnehin keine eigenen derartigen Einrichtungen bräuchten.

Der Hauseigentümer Nathan Davis, der in der 112 Einheiten zählenden Anlage Coastal Key in Fort Myers wohnt, hebt hervor, dass ihm vor allem die Exklusivität einer solchen Gemeinschaft gefalle. Er fühle sich dort gewissermaßen als Mitglied eines "besonderen Clubs". Abgesehen davon, dass es sich um eine Gated Community handle und alle Häuser die gleiche Ausstattung besäßen, biete eine solche Anlage keine über das Wohnen hinausgehenden Extras, sodass man auch nicht für etwas zahlen müsse, das man nicht nutze. Auch Carol Hilson, Einwohnerin der ebenfalls zu Fort Myers gehörenden Siedlung Cypress Walk, hebt die geringeren an die Home Owner Association (HOA) zu zahlenden Gebühren hervor. Daryl Buddemeyer, der sich als erster ein Haus in der in Nord-Naples im Bau befindlichen Wohnanlage Windward Isles sicherte, legte bei der Wahl seines Wohnorts besonderen Wert auf Intimität. Er finde es schön, in einer kleinen Gemeinschaft zu wohnen, wo er alle seine Nachbarn persönlich kenne. In einer Nachbarschaft mit vielen Leuten zu leben, sei dagegen nicht seine Sache. Nathan Davis aus Coastal Key nennt darüber hinaus noch einen weiteren Grund, der für kleine Communitys spreche: Wenn man sein Haus irgendwann wieder verkaufen wolle, gebe es in einer kleinen, guten Wohnanlage weniger Konkurrenz und damit einen besseren Werterhalt der Immobilie.

 
  
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