29. 10. 2009
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Immobilien & Investments

Steuermärchen - nicht nur in Florida: Staat sponsert Golf-Carts

Dank eines neuen Gesetzentwurfs erhält jeder Amerikaner, der in ein Elektrofahrzeug investiert - und, kein Scherz, darunter subsummiert "Uncle Sam" auch Golf Carts -, eine staatliche Subvention.

Autor: Tanja Weithöner

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Es ist schon von fern zu erkennen und vor allem zu hören: Die Bremslichter leuchten, auf dem Highway geht gar nichts, dazu ein gellendes Hupkonzert… Was ist los? Ach, wieder so ein von der US Regierung durch Steuern subventioniertes Golf-Cart mit Straßenzulassung (hat es auch nur bekommen, weil es zu seinen 15 bis 25 Meilen Spitze Drei-Punktgurt & Extra-Spiegel aufweisen kann!).

Also, Obacht! Dank eines neuen Gesetzentwurfs fahren diese unglaublich langsamen "Knutschgolfkugeln" jetzt überall herum, denn: aus dem staatlichen Fundus bekommt jeder Amerikaner, der in ein Elektrofahrzeug oder Golf-Cart investiert, 4.200 bis 5.500 US Dollar zum Kaufpreis dazu, schreibt das Wall Street Journal.

"The Golf Cart Man", designierter Golf-Cart Händler in Lady Lake, Florida, freut sich derweil über eifrige Kundschaft. Generell kostet bei ihm und seinen Wettbewerbern so ein "Caddy-Cart" zwischen $8.000 und $10.000. Die Hälfte oder mindestens Zweidrittel vom Kaufpreis gibt es also bei ihm für absolut "Lulu". So lautet auch sein Online-Werbeslogan spitzfindig: "GET A FREE GOLF CART. Or make $2.000 doing absolutely nothing!" Wieso $2.000 verdienen, meinen Sie? Na, Golf Cart Man's Rechnung ist ganz einfach: Amerikanerman erwirbt Cart für $8.000, löst $5.300 Steuerabzug ein, vermietet den Golfkarren über 27 Monate für je $100 zurück, bis Golf Cart Man das gute "Grünstück" einfach für $2.000 zurücknimmt.

Ein wahnhaftes Steuermärchen, und es kommt noch besser: Die Anzahl an staatlich gesponserten Golf-Carts pro US-Person ist unbegrenzt (noch). Wir brauchen wohl nicht weiter zu erwähnen, dass einige "Golfliebhaber" wie verrückt Carts anschleppen, um sie später an den Golf-(Cart?)Mann zu verscherbeln.

Was machen da wohl die nicht so Golf-affinen Steuerzahler? Immerhin drohen ihnen womöglich bald erhöhte Abzüge, um die Golf-Frenzy zu finanzieren. Wir vermuten: Kündigen und Golfer werden!

 
  
29. 10. 2009
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