09. 05. 2017
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Immobilien & Investments

Trulia-Studie: Die Markterholung, die keine war

Diesen etwas provokanten Titel gaben die Analysten des Immobilienportals Trulia ihrer jüngsten Studie, in der sie die derzeitigen Werte von Wohnimmobilen mit den Werten von vor dem Immobiliencrash verglichen.

Autor: Patrick Pohlmann

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100 Metropolregionen in den gesamten USA untersuchte die neue Trulia-Studie im Hinblick auf ihren Wertzuwachs zwischen dem Immobilencrash und dem Stichtag 1. März 2017. Demnach liegt der Wert von 34,2 Prozent der Wohnimmobilien in den USA heute beim oder über dem Höchstwert von vor dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes. Besonders gut erholt haben sich demnach Denver und San Francisco – in beiden Städten haben rund 98 Prozent aller Immobilien den Wert vor dem Crash wieder erlangt oder sogar überschritten.

In Florida zeichnet sich ein anderes Bild. Wie ein Blick auf die interaktive Karte zeigt, haben sich die Regionen unterschiedlich gut erholt.Während beispielsweise in Miami die Immobilien einiger Stadtteile ihren Wert von vor der Rezessiont längst wieder erreicht oder sogar überschritten haben, liegen die Immobilienwerte auf ganz Miami bezogen nur in etwa 11 Prozent der Fälle auf demselben oder einem höheren Niveau als vor dem Immobiliencrash im Dezember 2007. In den Metropolregionen Deltona–Daytona Beach–Ormond Beach und Fort Lauderdale gilt dies dagegen nur für 2,9 Prozent respektive 2,7 Prozent der Wohnimmobilien.

Im Lee County, wo Cape Coral und Lehigh Acres seinerzeit im Zentrum des Immobilienbooms standen, liegen inzwischen 5,9 Prozent der Wohnhäuser und Wohnungen im Wert über dem vor der Krise erreichten Spitzenniveau. Der mittlere Preis für ein Eigenheim lag dort im März 2017 bei 226.220 Dollar, während er vor dem Immobiliencrash einen Höchstwert von 298.975 Dollar erreicht hatte. Wie News-press.com berichtet, sehen einige Experten diese Entwicklung durchaus positiv. Die leicht verfügbaren Darlehen vor der Rezession hätten zu viele Investoren angezogen und zu einer schlicht unnatürlichen Preisentwicklung geführt, agumentieren sie. Damals habe der geschätzte Wertzuwachs von Immobilien nicht bei 5 bis 10 Prozent im Jahr, sondern im Monat gelegen. Heute dagegen hielten sich Investoren und Erst- oder Zweitkäufer von Eigenheimen wieder die Waage.

Was Cape Coral angeht, haben sich die Preise vor allem bei besseren Wassergrundstücken wieder deutlich erholt. Demgegenüber werden am unteren Ende der Preisskala heute Häuser bereits für 150.000 Dollar angeboten. Laut Randy Thibaut, dem Chef des Grundstücksentwicklungsunternehmens Land Solutions, sind die Hauspreise in Cape Coral unter demografischen Gesichtspunkten damit genau richtig. Wie er gegenüber News-press.com ausführte, gebe es hier nun einmal nicht die hohen Einkommen und das Wachstum an Arbeitsplätzen, die anderswo die Immobilienpreise in die Höhe trieben. Sorgen müsse sich die Stadt eher, falls die Preise für Häuser auf über 300.000 Dollar stiegen – in dem Fall wären die Leute dazu gezwungen, zur Miete zu wohnen oder in andere Orte mit geringeren Immobilienpreisen umzuziehen.

Für die Studie untersuchte Trulia die Werte von 50 Wohnimmbilien pro Postbezirk. Interessierte können sich die gesamte Liste innerhalb der Studie herunterladen.

 

 
  
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