01. 04. 2017
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Immobilien & Investments

US-Immobilien als Kapitalanlage

Die immer noch niedrigen Zinsen und der Mangel an interessanten Anlage-Alternativen lassen Immobilien derzeit als Kapitalanlagen ausgesprochen attraktiv erscheinen. Der große Unterschied im Preisgefüge zwischen Westeuropa und weiten Teilen der USA macht dabei US-Immobilien zu einem beliebten Investment für viele Europäer.

Autor: Kirsten Paul

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Allein im Zeitraum von April 2015 bis Mai 2016 kauften ausländische Investoren in den USA 214.885 Wohnimmobilien (3 Prozent mehr als im Vorjahr) zu einem Gesamtpreis von 102,6 Milliarden Dollar. Der größte Teil davon (22 Prozent) befand sich in Florida. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die europäische Hauskäufer und Investoren beim Kauf und der Finanzierung einer US-Immobilie beachten sollten.

Hilfe beim Vermögensaufbau
Wer kauft und finanziert, kann mit relativ geringen Mitteln in den US-Markt einsteigen, muss nicht warten, bis die erforderliche Summe angespart ist, und vermeidet so das Risiko, dass zwischenzeitig Preise und Zinsen zu sehr ansteigen. US-Finanzierungen für ausländische Investoren gibt es mit bis zu 70 Prozent Beleihung. Investoren profitieren von niedrigen Einstiegsvoraussetzungen im Hinblick auf Eigenkapital und Zinsen. Zudem bietet eine US-Finanzierung einen großen Vorteil: Sie kann jederzeit partiell oder vollständig getilgt werden, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt. Parallel zur Tilgung des Darlehens profitiert der Investor zudem vom Wertzuwachs der Immobilie.

Berechenbarkeit der Rendite
Jeder Investor sollte beim Kauf einer Immobilie auf die korrekte Berechnung der Rendite achten. Wer in den USA finanziert, hat eine feststehende monatliche Kreditrate in Dollar, mit der er kalkulieren kann. Investoren, die in Euro finanzieren, können aufgrund der Wechselkursschwankungen keine konkrete Renditeberechnung vornehmen.

Steuerliche Berücksichtigung
Europäische Immobilienkäufer, die ihr Objekt in Florida als Kapitalanlage erwerben und vermieten, müssen ihre Mieteinnahmen auch in den USA versteuern. Hier ist es besonders hilfreich, dass die Kreditkosten mit den Mieteinkünften steuerlich verrechnet werden können.

Kontrolle
Im Einkauf liegt der Gewinn. Lizenzierte Makler beraten fundiert zum korrekten Kaufpreis und Marktwert. Wichtig ist in jedem Fall, sich besonders beim Kauf eines Ferienhauses nicht nur vom persönlichen Eindruck (ver-)leiten zu lassen und eine realistische Bewertung durchzuführen. Vergleichen Sie nicht die Preise an verschiedenen Standorten miteinander, sondern achten Sie auf das Preisgefüge in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die zahlreichen Kontrollen der US-Banken bieten dabei maximale Unterstützung. Wichtige Punkte sind hier beispielsweise Wertgutachten von unabhängigen, lizenzierten Schätzern, Kontrollinspektionen bei Neubauten sowie die Prüfung von Wohnanlagen oder auch Bauunternehmen auf Solvenz und Sicherheiten.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Information.

Über die Autorin
Kirsten Paul ist Bankkauffrau und Mortgage Broker / Finanzierungsberaterin mit Büros in Deutschland, Telefon + 49 (6021) 458 6050 und Florida
Telefon (954) 510-1794; E-Mail: info@paul-international.net

 
  
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