16. 10. 2013
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Immobilien & Investments

US-Immobilienmarkt: Sind die Bären los!?

Die Immobilienanalysten übertreffen sich regelmäßig gegenseitig mit Statistiken von Bären und Bullen. So gibt der Kalifornier Mark Hanson der renommierten Agentur Hanson Advisers derzeit den "Schwarzbär": Er prophezeit den USA einen 20-prozentigen Rückgang der Hauspreise innerhalb der nächsten 12 Monate.

Autor: Tanja Weithöner

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Für die "heißen" Immobilienregionen Florida, Kalifornien, Nevada, Arizona, Georgia sieht er die Bärenfelle richtig schwimmen und schätzt, dass man hier die Hälfte der seit der Talsohle 2011 aufgetürmten Gewinne wieder einbüßen wird. Den Schwarzen Peter dafür schiebt er den steigenden Zinsen und der Ausdünnung der Private-Equity-Spekulanten zu, schreibt Bloomberg.

Wesentlich weniger schwarzmalerisch sieht Stan Humphries, Chef-Ökonom des bekannten Real Estate Portals Zillow.com, die Immobilien-Zukunft. Humphries bewertet das Szenario als durchaus "gesund" – immerhin seien die US-Verkäufe bestehender Immobilien im vergangenen Juli um 6,5 Prozent auf 5,39 Millionen geklettert, den höchsten Level der letzten drei Jahre.

Hanson sieht allerdings vielmehr die Verkäufe von neu gebauten Häusern und Wohnungen als wichtigsten Indikator für die "Gesundheit" des Immobilienmarktes, da diese sofort nach Vertragsabschluss öffentlich und somit aktueller sind. Bei Verkäufen von bereits bestehenden Immobilien sei dies erst 30-60 Tage nach dem Verkauf der Fall. Weiterhin würden Neubauten zu 85 Prozent über Hypotheken finanziert – und eben diese Neubau-Käufer bekämen derzeit die erhöhten Zinsraten zu spüren. Neubauverkäufe schrumpften im Juli um 27,4 Prozent – der größte Verlust seit 2010.

Alles Quatsch, sagt wiederum John Burns, Real Estate Consultant aus Irvine, Kalifornien. Für einen 20-prozentigen Rückgang müsste es schon eine neue Rezession geben. Was denn nun? Mark Hansons Erfolgsgeschichte als "Immobilien-Wahrsager" ist jedenfalls durchaus gemischt. Zwar machte der Analyst bei der Vorhersage des Crashes in 2007 eine Punktlandung, danach hat der Kalifornier allerdings einige Mal schwer daneben gelegen.

Bullen und Bären sind offenbar auch nur Menschen...

 
  
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