Jörg "Sashy" Zachmann: Promi-Friseur in Naples

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Dass wir es hier mit einem Coiffeur der etwas anderen Art zu tun haben, merken wir ziemlich schnell. Schon beim Eintreten in den gerade eröffneten Salon »Sashy Hairdesign« in Naples (Markenzeichen: goldene Krone) tauchen wir ein in eine andere Welt: ein bisschen Club-Lounge, ein bisschen Modern-Art-Galerie, ein bisschen Spiegelsaal von Versailles.

Pretty in Pink: Jörg »Sashy« Zachmann und Gattin Stephanie bringen ihre extravangante Frisier-Kunst jetzt auch nach Südwestflorida. <br>(Foto: © Dirk Rheker)

Pretty in Pink: Jörg »Sashy« Zachmann und Gattin Stephanie bringen ihre extravangante Frisier-Kunst jetzt auch nach Südwestflorida.
(Foto: © Dirk Rheker)

Und alles in kühlem Weiß, elegantem Silber, edlem Grau – und einem umwerfenden, alles überstrahlenden Pink. Auf einem Laufsteg mitten im Salon stehen drei lebensgroße Kunststoff-Mannequins und überwachen das bunte Treiben, von irgendwo strahlt uns ein silberner Iguana an. Und mittendrin und überall ein Mann, der selbst ein gestyltes Kunstwerk ist. »Hallo, ich bin der Sashy«, begrüßt er die Gäste, das blondierte Haar steil nach oben gegelt, die Schläfen im Leopardenmuster eingefärbt.

»Schön, dass ihr da seid!« Mit fränkisch eingefärbtem Englisch dirigiert der Maestro temperamentvoll und souverän sein Team von Hair-Stylisten und Manikür-Experten, das sich um die Kundschaft kümmert. An der Champagner-Bar warten derweil die Damen auf ihren Termin beim Meister. »Ich bin Perfektionist«, raunt uns Sashy entgegen. »In jeder Beziehung.«

Sashy, mit bürgerlichem Namen Jörg Zachmann, hat sich viel vorgenommen im Sunshine State. »Ich will die europäische Styling-Philosophie nach Amerika bringen.« Und dabei sei ihm das Beste gerade gut genug. »Von den Friseur-Stühlen über die Lampen bis hin zu den Haarwickeln – alles ist aus Europa importiert.« Und auch bei den Produkten setzt Sashy Hair Design auf Edles aus der Alten Welt: »Wir beziehen unsere Pflegeprodukte komplett aus Italien.«

In Sachen Marketing setzt der flamboyante Coiffeur vor allem auf eines: sich selbst. »Es gibt bei uns Sashy TV, Stammkundinnen können Mitglied im Sashy VIP-Club werden.« Erste Modenschauen mit von Sashy gestylten Beauties sind in Planung. Und einmal im Monat ist hier Party angesagt: Dann nämlich, wenn ein DJ im Salon heiße Platten auflegt (Termine gibt’s unter www.sashyhairdesignclub.com).

Sashy, der schon die Haare der Models von Yves Saint Laurent und Revlon verschönte, ist von seinem Konzept so überzeugt, dass er es demnächst als Fran-chise ausweiten will. »Think big«, so das Motto des Nobel-Friseurs, dessen Frau Stephanie im Salon den Empfang leitet. Vive le prince: Der Hairstyling-Prinz hat jetzt sein eigenes Reich.

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Autor: Dirk Rheker