Oktoberfest in Florida: Wiesn à la Cape Coral

Lifestyle, Leben & Gesellschaft, Cape Coral

Auch in diesem Jahr war das Oktoberfest in Südwestflorida wieder ein absoluter Renner. Schon zum 24. Mal lud der »German American Social Club« in Cape Coral zu Weißbier, Oompah und Gemütlichkeit ein.

Gaudi unter der bayerischen Flagge: In Cape Coral ist der Oktober weiß-blau.<br> (Foto: © manfredxy)

Gaudi unter der bayerischen Flagge: In Cape Coral ist der Oktober weiß-blau.
(Foto: © manfredxy)

Alle Floridianer, die Deutschland und der deutschen Kultur verbunden sind (und dazu gehört schließlich auch eine gute Maß Bier ...), haben sich in diesem Jahr wieder zwei Wochenenden im Herbst ganz dick im Kalender angestrichen. Bei hausgemachten Speisen, zünftiger Musik und frisch gezapftem deutschen Gerstensaft war Gaudi angesagt. Und jedes Jahr feiern immer mehr Menschen aus ganz Florida mit. Auf dem Oktoberfest tanzten die Besucher zu schmissiger »Musi« in Lederhosen auf den Tischen, während nebenan im Biergarten eine lange Schlange vor dem Schnitzel-Stand stand.

Bereits zum 24. Mal lud der German American Social Club und sein Präsident Gerhard Veith sowie Oktoberfest-Vorsitz Paul Mills zu Weißbier, Oompah und natürlich »Gey-mood-lick-kite« ein. Und wie immer bot das größte Oktoberfest im Sonnenstaat neben Dirndln und Krachledernen ein reichhaltiges Angebot an herzhaften Speisen sowie traditioneller Musik. Drei verschiedene Küchen bereiteten in der Von-Steuben-Halle traditionelle Gerichte wie Sauerbraten oder Schnitzel, Grillhaxen, Leberkäse, Weißwürstel, Radi und Bretzeln zu. Wer es rustikaler mochte, besuchte eine der beiden Küchen im bayerischen Garten. Hier gab es Kartoffelpuffer mit Apfelmus und natürlich zünftige deutsche Würste.

Für Unterhaltung sorgten in diesem Jahr unter anderem Peter und Edith, Manni Daum und natürlich die Alpen Diamanten, so etwas wie die Hausband des Clubs. Und das Oktoberfest war auch in diesem Jahr wieder gut besucht: Fast 30.000 Besucher kamen um in Cape Coral zu feiern.

Wer hierher kam, um zu schunkeln, im Festzelt die Füße im Takt der Blasmusik zu wippen und ein kühles Warsteiner oder König Ludwig Weißbier (und alternativ gerne auch ein Budweiser) zu genießen, hatte schlicht »A Grand Ol’ Time«.

 

Interview mit der neuen Miss Oktoberfest: »Etwas ganz Besonderes«

Diana Holden (34) repräsentierte als neue Miss Oktoberfest in diesem Jahr den German American Social Club in Südwestflorida. Die sympathische Titelträgerin, die als Grundschullehrerin in Naples tätig ist und gerade an ihrer Promotion arbeitet, über ihre Jugend in Deutschland, ihre Liebe zur deutschen Kultur und ihre repräsentativen Pflichten für den deutsch-amerikanischen Traditionsclub.

Florida Sun Magazine: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl, Sie waren in diesem Jahr ja von Anfang an mehr als nur eine Geheimfavoritin!

Diana Holden: (lacht) Wirklich, wieso das?

Florida Sun Magazine: Nun, Sie sind Kind einer deutschen Mutter und eines amerikanischen Vaters, haben Ihre Jugend in Bad Kreuznach verbracht und sind mit 15 Jahren in die Heimat Ihres Vaters nach Virginia umgezogen – da repräsentieren Sie doch auf perfekte Weise die Schnittstelle zwischen beiden Kulturen.

Diana Holden: Danke für das Kompliment! Ich muss Ihnen aber ganz ehrlich sagen, dass ich seit meinem Umzug in die Vereinigten Staaten ein bisschen den Kontakt zu meinen deutschen Wurzeln verloren hatte.

Florida Sun Magazine: Hat sich das seit Ihrem Umzug nach Florida – Sie und Ihr Mann zogen im Jahr 2001 nach Naples – geändert?

Diana Holden: Zunächst nicht. Aber irgendwann entdeckten wir hier in Cape Coral das Oktoberfest – und sind seither regelmäßige Gäste. Ich bin zwar keine große Biertrinkerin, aber die Gaudi hier ist doch etwas ganz Besonderes!

Florida Sun Magazine: Und eine Bratwurst oder ein Schnitzel verschmähen Sie doch sicher auch nicht!

Diana Holden: Nein, ganz und gar nicht! Für mich ist der Club eine gute Gelegenheit, mich wieder mehr meiner deutschen Herkunft zu besinnen. Deshalb werde ich mit meinem Mann auch in diesem Jahr noch nach Deutschland fliegen und ihm mein Heimatland zeigen.

Florida Sun Magazine: Waren Sie gespannt auf Ihre Auftritte auf dem Oktoberfest?

Diana Holden: Ja, natürlich! Ich weiß, was der Club und seine Mitglieder von einer Miss Oktoberfest erwarten. Ich habe mich wahnsinnig auf meine repräsentativen Pflichten und auf die diversen Veranstaltungen gefreut und hoffe, allen Clubmitgliedern ihre Erwartungen an die »Miss Oktoberfest 2009« nicht enttäuscht zu haben.

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