Vor 40 Jahren in Florida: Raketenstart zum Mond

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Natürlich erinnert sich jeder, der damals schon lebte, an diesen unglaublichen Sommer des Jahres 1969: An den ersten Flug zum Mond.

Lift-off zum Mond. Am 16. Juli 1969 donnert die Apollo-11-Mission mit den Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins von Florida aus zum Mond.<br>(Foto: © State Archives of Florida)

Lift-off zum Mond. Am 16. Juli 1969 donnert die Apollo-11-Mission mit den Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins von Florida aus zum Mond.
(Foto: © State Archives of Florida)

Der gutturale Funkverkehr zwischen Kontrollraum und Landefähre in dieser fremden Sprache klang für ein Kind wie mich damals so unglaublich cool und lässig. Und natürlich die Sommer-Palmen-Strandkulisse hinter der riesigen Abschussrampe, die so exotisch und faszinierend wirkte wie eine Szene aus »Gullivers Reisen«. Mindestens.

Genau 40 Jahre ist das jetzt her. Der französische Science-Fiction-Autor Jules Verne hatte schon in seinem 1865 erschienenen Roman »Die Reise zum Mond« vorhergesagt, dass »ein Geschoss einst von einem ungeheuren Feuerstrahl angetrieben Richtung Mond fliegen wird«. Als idealen Ort für den Raketenstart hatte der Schriftsteller damals bereits das ferne Florida ausgemacht. Er sollte recht behalten: Rund 600 Millionen Menschen sitzen an diesem 16. Juli 1969 vor ihren Fernsehgeräten, Floridas Weltraumbahnhof, das Kennedy Space Center auf dem Cape Canaveral am Atlantik, wird zum Nabel der Welt. 3.400 Journalisten schreiben über den Start der »Apollo 11« zum Mond. Vier Tage nach Abschuss der gigantischen Saturn-5-Rakete betritt der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten.

Es waren die deutschen Wissenschaftler Wernher von Braun und Kurt H. Debus, die die Entwicklung der Raketentechnologie im Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg vorangetrieben hatten. Irgendwann hatte sich Debus in seiner neuen Heimat auf die Suche nach einem Plätzchen gemacht, an dem sie ungestört experimentieren konnten. Cape Canaveral schien dem Tüftler der ideale Standort zu sein: menschenleer, lediglich ein paar Überbleibsel einer 4.000 Jahre alten indianischen Besiedlung standen in der Landschaft. Das US-Verteidigungsministerium ließ dort ein Abschusszentrum für Raketen errichten, die National Aeronautics and Space Administration (NASA) übernahm 16 Jahre später die Leitung des Weltraumbahnhofs. Und der Sunshine State wurde fortan zur Basis für die Eroberung des Weltalls.

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Autor: Dirk Rheker

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