01. 04. 2013
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Lifestyle

Bill Baggs State Park: Die Gitarre und das Meer

Auch so eine Geschichte: William Calhoun "Bill" Baggs war von 1957 bis zu seinem Tod im Jahre 1969 Redakteur bei der "Miami News". Ein engagierter Typ, der sich im Zuge der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre insbesondere für die Gleichstellung der farbigen Amerikaner einsetzte. In Fidel Castro hatte Baggs ein zweites »Lebensthema« gefunden: Unaufhörlich wetterte er in seinen Artikeln gegen den kubanischen Diktator und soll sogar an einigen Geheimaktionen der Opposition beteiligt gewesen sein. Neben seinem politischen Engagement schlug in Bill Baggs Brust aber auch ein grünes Herz.

Autor: Dirk Rheker

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So setzte er sich engagiert für den Schutz von Key Biscayne vor allzu gierigen Bauunternehmern ein, die das pittoreske Eiland am liebsten bis an die Südspitze mit Hochhäusern zubetoniert hätten. Bill Baggs wetterte und polemisierte – und setzte sich am Ende mit seiner Forderung nach einem Naturpark durch. Im Jahre 1967 wurde der "Bill Baggs Cape Florida State Park" offiziell eingeweiht. Und seither lockt das Stück Natur die Besucher mit seinen ursprünglichen Stränden, türkisfarbenem Wasser und malerischen Sonnenuntergängen. Auf der mäandernden Promenade lässt sich herrlich die Natur erkunden. Wer will, kann auf den alten, inzwischen weiß getünchten Cape Florida-Leuchtturm klettern, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über den Atlantik und die Silhouette Miamis hat.

Unser Bild zeigt frühe Fans des Strandabschnitts, unschwer zu erkennen an der typischen Bademode der sechziger Jahre. Schon damals – man ist ja schließlich in Amerika – fuhr man möglichst weit mit dem Auto an den Strand. Das ist bis heute so geblieben. Acht Dollar kostet der Eintritt beziehungsweise die »Einfahrt« pro Fahrzeug. Und wenn man Glück hat, kann man für das Geld neben unberührter Natur auch glamouröse Models erleben, die sich im subtropischen Licht gekonnt in Pose werfen – der Park ist auch unter Miamis Modefotografen äußerst beliebt.

 
  
01. 04. 2013
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