20. 09. 2017
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Lifestyle

Boatsetter: Bootfahren für alle!

Florida ist seit jeher ein Tummelplatz für Freunde des Motorbootsports. Nun operiert auch die größte Boat-Sharing-Börse der USA im Sunshine State.

Autor: AL

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Mit einem Bötchen durch die Kanäle von Cape Coral oder Fort Lauderdale schippern oder zum Angeln oder Schnorcheln raus in den Golf – davon träumen viele Florida-Besucher. Ein Bootsausflug wird nun um einiges einfacher und erschwinglicher. Nach dem durchschlagenden Erfolg derVermietungsplattform für private Ferienunterkünfte Airbnb kann man über Boatsetter nun unkompliziert Motorboote von Privatleuten mieten. So können Besucher kostengünstig einen Tag auf dem Wasser verbringen und Bootsbesitzer durch ihr Hobby auch ein wenig Geld verdienen. Der Unterhalt eines Motorboots ist schließlich kostspielig. Neben der Anschaffung schlagen Steuern, Versicherungen, Liegegebühren, Reparaturen und Instandhaltung zu Buche.

Brandneu ist die Idee des Boat-Sharings zwar nicht. Durch die Akquisition des größten Konkurrenten Boatbound ist das Start-up Boatsetter aus Miami allerdings nun der Platzhirsch unter den sogenannten Peer-to-Peer-Plattformen. Dabei bietet die Website nicht nur Kontakte zu vermietungswilligen Bootseignern, sondern stellt auch Verbindungen her zu lizensierten Kapitänen, zu Angeltour-Guides oder Bootsversicherungen in den gesamten USA. Rund 5000 Boote sind derzeit über Bootsetter buchbar, vom einfachen Skiff bis hin zur Luxusyacht samt Crew. Und dabei soll es nicht bleiben: Ab 2018 will Boatsetter auch auf internationaler Ebene durchstarten. Dann sollen Kunden auch durch die Karibik oder übers Mittelmeer cruisen können.

"Wir wollen den Bootslifestyle einer breiten Masse zugänglich machen, statt dass es nur einigen wenigen Bootseigentümern vorbehalten bleibt. Alles, was Sie brauchen, sind ein Smartphone und eine Kreditkarte", fasst Jaclyn Baumgarten, CEO von Boatsetter, ihre Geschäftsidee in einem Interview mit dem Bradenton Herald zusammen. So kann man beispielsweise schon für 125 Dollar mit 8 Leuten in Palmetto südlich von St. Petersburg einen halben Tag lang in See stechen.

Grundsätzlich ist zum Steuern eines Sport-Motorboots in Florida kein Bootsführerschein vonnöten. Dennoch sollte ein Hobby-Kapitän die Verkehrsregeln auf dem Wasser kennen und ein Boot steuern und andocken können. Wer sich dies nicht selbst zutraut, oder während des Bootsausflug nicht selbst navigieren oder gerne ein paar Bierchen trinken möchte, der ist gut beraten, einen Ausflug mit einem erfahrenen Bootsführer zu buchen. So steht einem entspannten Tag auf dem Wasser nichts mehr entgegen.

 
  
20. 09. 2017
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