01. 01. 2007
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Lifestyle

Clubbing der Superlative

Tagsüber ist er Anwalt, doch wenn die Sonne untergeht, wird der gebürtige Aschaffenburger Patrick Pfeffer zum Nightclub-Manager. Nicht irgendeines gewöhnlichen Tanzschuppens, sondern des größten Nachtclubs der USA.

Autor: Daniela Boettcher

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Eigentlich war das alles gar nicht so geplant. Damals vor 22 Jahren, als Patrick Pfeffer mit seinen Eltern und seinem Bruder Thorsten nach Florida kam. Von Italien aus, wo die reiselustige Familie ein paar Jahre verbracht hatte. Patricks Vater wollte eigentlich die Bar »Spinnaker« am Strand von Panama Beach übernehmen. Doch in letzter Sekunde ließ der Besitzer den Kauf platzen.

Kurzerhand erwarb Pfeffer Senior das Nachbargrundstück, um darauf
ebenfalls eine kleine Beach-Bar zu bauen: »Vela Beach Club and Concert Hall«. Aus der kleinen Kneipe wurde im Laufe der Jahre die trendige Mega-Disco La Vela, die mittlerweile Platz für 6000 Leute bietet und sich zum offiziellen Hauptquartier der alljährlichen MTV-Springbreak-Übertragung gemausert hat.Motto: »Party with Thousands«. Springbreak – das ist die Zeit der Semesterferien im Frühjahr, die in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zur ultimativen Partyzeit in Florida geworden ist, insbesondere in Miami Beach, Daytona und eben in Panama City.

Studenten aus den ganzen USA,aus Lateinamerika und aus Europa fallen von Februar bis April zu hunderttausenden in die Strandhotels ein. Ihr Ziel: »Babewatch«, Party, Tanzen und Trinken. Die vergnügungssüchtigen Teens und Twens feiern überall,wo die Sonne lacht,und holen den Schlaf vormittags am Strand nach. Dieses Großereignis sorgt im La Vela für ein Riesenaufgebot an Medien: Neben den großen US Sendern sind hier auch Moderatorenteams von RTL, Sat1 oder ProSieben Stammgäste.

Seit Patrick Pfeffer vor zwölf Jahren das Zepter im La Vela übernommen hat, läuft der Laden blendend. Seine Sporen hatte sich der Deutsche da schon längst verdient. So führte er zuvor das »Goldfinger« in Miami Beach und das »La Vela« in Orlando. Bei seinen Aufenthalten in Miami Beach, Ibiza, Bulgarien oder der Ukraine ließ er sich immer wieder von den dortigen Clubszenen inspirieren und brachte alle Eindrücke zurück nach Panama City. La Vela besteht heute aus zehn Discos unter einem Dach, die meist bekannten Partyszenen nachempfunden sind. So gibt es im La Vela einen Strandbereich, der an den renommierten Club »Nikki Beach« erinnert, der unter anderem Ableger in Miami Beach und auf Ibiza hat. Andere bekannte Vorbilder aus Miami waren der »Club Space«, die Restaurant-Clubs »Pearl« und »B.E.D.« sowie »Opium Garden«.

 
  
01. 01. 2007
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