28. 01. 2020
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Veranstaltungen

Februarnoten: Musikalische Events im Sunshine State

Während die Tage im Sunshine State nicht nur immer länger, sondern auch merklich wärmer werden, erwartet Musikfans in ganz Florida wieder ein buntes Programm aus Beat, Rock, Folk, Jazz, Klassik und anderen Klängen.

Autor: Patrick Pohlmann

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Südflorida

Das 1891 eröffnete Custom House in Key West diente ursprünglich als Zollamt, wurde ab 1932 von der U.S. Navy genutzt und schließlich 1991 der Key West Art & Historical Society überlassen. Heute präsentiert das originalgetreu restaurierte Haus auf zwei Etagen Ausstellungen zu Kunst und Geschichte des Sunshine States und der Conch Republic. Um die Finanzierung des Erhalts des historischen Gebäudes und seiner Ausstellungsstücke auf Dauer zu sichern, wird alljährlich unter dem Motto "Back in Time" ein Fundraisingevent veranstaltet. Die diesjährige "Magical Custom House Mystery Tour" am 6. Februar beginnt um 18 Uhr mit einem Cocktailempfang, zu dem DJ George Aderhold Hits der 60er auflegt. Auf dem Programm stehen außerdem eine stille Auktion, eine Verlosung und eine Preisverleihung an die besten Swinging-Sixties-Outfits. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der US-weit bekannten Beatles-Tribute-Band Let It Be. Die Veranstalter versprechen den Besuchern eine akustisch wie optisch spektakuläre Performance, bei der die klassischen Stücke der Fab Four auf so fesselnde Weise wiederbelebt werden, wie sie es noch nie erlebt haben.

Beim Boca Raton Seafood & Music Festival, das vom 7. bis 9. Februar im Mizner Park stattfindet, gibt es neben einem großen Angebot an Fisch- und Meeresfrüchte-, aber auch Fleisch- und vegetarischen Gerichten lokaler Restaurants ein abwechslungsreiches Musikprogramm, das von Rockabilly und Rock, Blues, Funk, Soul und Jazz bis hin zu Samba oder Salsa reicht.

Das vom Broward Folk Club präsentierte South Florida Folk Festival feiert am 8. und 9. Februar auf den Bergeron Rodeo Grounds in Davie mit über 40 Musikern und Bands auf zwei Bühnen aus den gesamten USA akustische Folk-, Americana- und sonstige Singer-Songwriter-Klänge. Zu den Headlinern zählen unter anderem The Rowan Brothers, die in St. Peterburg aufgewachsene Folk-Blues-Sängerin und -Songschreiberin Veronika Jackson, der indischstämmige, in Äthiopien geborene Sänger und Gitarrist Tom Prasada-Rao, in dessen Musik sich verschiedenste Einflüsse finden, und der afroamerikanische Sänger und Gitarrist Vance Gilbert, der Verschiedenes, aber nach seinen eigenen Worten "nicht den Blues" spielt und sich schon mit Arlo Guthrie, Aretha Franklin, Shawn Colvin oder Anita Baker die Bühne teilte.

Klassisch geht es im Rahmen der "2020 Music Series" im Henry Morrison Flagler Museum in Palm Beach zu: Am 11. Februar steht ein Konzert des 1998 in Ohio gegründeten Streichensembles Euclid Quartet auf dem Programm, am 25. Februar folgt ein Gastspiel des bereits im 46. Jahr bestehenden American String Quartet aus New York. Abgeschlossen wird die Reihe am 10 März mit einem Konzert des Claremont Trio aus Klavier, Geige und Violoncello, laut dem britischen Klassik-Magazin "The Strad" "eine der besten jungen Kammermusikgruppen Amerikas".

Im Marathon Community Park Amphitheater wird am 15. Februar das Coral Head MusicFest veranstaltet, das unter dem Motto "Rock vs. Country Showdown" steht. Präsentiert wird allerdings kein Wettkampf zwischen E-Gitarren und Banjos oder Mandolinen, sondern fünf Bands mit durchaus rockigem Repertoire, das mehr oder weniger von Country durchsetzt ist. Headliner sind die aus San Francisco stammende Rockband Night Ranger und die 1987 in Atlanta gegründete Southern-Rock- und Country-Band Confederate Railroad.

Vom 14. bis 16. Februar findet im North Beach Bandshell und im Palm Grove Park in Miami Beach wieder das von dem texanischen Jazzrockkollektiv Snarky Puppy ins Leben gerufene GroundUP Music Festival statt. Neben des Gastgebern selbst, die an allen drei Abenden spielen werden, zählen zu den 20 auftretenden Musikern und Bands unter anderem der grammyprämierte Chicagoer Saxofonist Chris Potter, die gefeierte junge Jazzsängerin Cécile McLorin Salvant und die mexikanischstämmige Sängerin Lila Downs, deren Musik sich aus verschiedenen Stilen speist und deren Stimme mehrere Oktaven umfasst.

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