01. 07. 2001
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Lifestyle

Florida: Tummelplatz für Stars und Sternchen

Viele Besucher von Florida sehen diesem Staat wie einem Zwielicht entgegen. Da sind einmal Sonne, Sand und Meer - berechtigterweise zu erwarten. Andererseits wohnen dort viele Stars und Berühmtheiten, über die man in den Klatschspalten immer eine Menge Lügen oder auch wahre Geschichten zu lesen bekommt. Mit ein bisschen journalistischem Geschick gibt die "Yellow Press" immer Storys zum Besten, die sicher beides enthalten: Dichtung und Wahrheit. Als Tourist kann man sich jedoch schnell selbst einen Eindruck vom Prominentenleben in Florida machen. Es ist die Metropole Miami im Südwesten Floridas, die als Tummelplatz für Stars aus aller Welt bekannt ist.

Autor: Kerstin Schnabel-Macloud

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Wer am Abend Miami anfliegt, wird mit dem Blick auf ein vermeintliches Märchenland belohnt - überall kleine Inseln mit farbenfreudiger Beleuchtung - eine zauberhafte Begrüßung!

Millionärsinsel Fisher Island

Das Haus von Gloria Estefan findet man auf einer der ersten Millionärsinseln - die kubanische Sängerin macht aber nicht einen so großen Rummel um sich selbst. Sie besitzt auch noch ein kubanisches Restaurant, das Bongos Café, neben dem neuen Headquarter für American Airlines und den berühmten Miami-Heat-Stars (das beste Basketball-Team hier), wo sie erst kürzlich ihren 43. Geburtstag gefeiert hat.

Al Capone, der große Gangster aus Chicago, hatte hier ein Haus - man sieht aber fast nur das kleine Bootshaus, wo sein Bodyguard gewohnt hat. Al Capone war aus dem Gefängnis entlassen worden und starb hier auf der Insel.

Boris Becker hat auf Fisher Island gelebt, sein Apartment (kein Haus - nur ein Apartment!) hat ihn eine Million Dollar gekostet - heute gehört es seiner Ex-Frau Barbara. Auf der gleichen Insel wohnt Liz Taylor - ihr Apartment ist dekoriert wie im Film Cleopatra. Sie alle genießen unbegrenzte und unbeobachtete Freiheit auf ihrer Insel - kein Normalsterblicher darf rauf, man muss eine persönliche Einladung haben oder dort wohnen!

Da gibt es noch einen, den aber kaum jemand kennt, da er sich außer mit Geldgeschäften noch nie als ein Künstler hervorgetan hat - Thomas Kramer. Erzählt wird folgende Geschichte: Thomas Kramer ist der Schwiegersohn des Besitzers des Burda-Verlags, er hat von seinem Schwiegervater ein paar Millionen Steuergelder mitgenommen und hier investiert und den Portofino Tower gebaut, das südlichste Hochhaus in Miami Beach. Verkauft wurde es natürlich per Parzelle, also per Apartment - eine Menge Geld wurde dabei verdient. Er konnte sich danach ein pompöses Haus auf Star Island leisten - das Haus hat sogar Klimaanlage im Garten, damit seine Gäste sich auch richtig wohl fühlen - Sonne von oben und Erfrischung von unten! - Die Klimaanlage hat ja nur 80 000 Dollar gekostet!

Rang und Namen vertreten

Julio Iglesias hat gleich zwei Residenzen in Miami - eine auf Hibiscus Island und eine am Indian Creek in Miami Beach. Das tolle Haus auf der Insel ist so groß, dass es angeblich für jede seiner ehemaligen Geliebten ein Zimmer gibt.

Madonna ist zwar inzwischen nach England gezogen, um ein Familienleben mit Mann und Kind zu führen, aber dennoch hat sie hier Geld und Spuren hinterlassen. Einen Besuch im berühmten Delano-Hotel - ganz im bizarren Madonna-Stil - an der 17. Straße und Collins Avenue sollte man sich nicht entgehen lassen. Und an der Washington Avenue und 15. Straße findet man den Nacht- beziehungsweise Stripklub Madonna.

Sylvester Stallone hat vor kurzem erst sein Haus an der Biscayne Bay verkauft, da er sein Begehren, die öffentliche Straße vor seinem Anwesen in eine Privatstraße zu verwandeln, damit ihm lästige Gaffer und Tourbusse nicht mehr auf die Nerven gehen, bei den Behörden nicht durchsetzen konnte.

Die ehemalige Villa von Gianni Versace, dem italienischen Modedesigner, zwischen 11. und 12. Straße am Ocean Drive - dem berühmten Partystrip in Miami Beach -, wurde kürzlich für 18,5 Millionen Dollar als teuerstes Anwesen in Miami Beach verkauft. Vom neuen Besitzer ist wohl geplant, die mediterrane Villa mit 16 Schlafzimmern wieder als Hotel anzubieten.

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