19. 03. 2009
Artikel bewerten
  
Golf Special

Gestatten: Tiger Woods!

Tiger Woods zählt zu den ganz Großen des Golfsports. Eldrick "Tiger" Woods wurde am 30. Dezember 1975 im kalifornischen Cypress geboren. Schon früh wurde der Grundstein seiner einzigartigen Karriere gelegt.

Autor: Anja Liesner

Left3-disabled Bild 1 von 3 Right3-enabled

Im zarten Alter von zwei Jahren erhielt er seinen ersten Golfschläger und bekam kurz darauf privaten Golfunterricht. Mit nur fünf Jahren galt Tiger Woods bereits als das neue Wunderkind der Golfszene. Und im Alter von elf Jahren spielte er bereits eine Golfrunde unter Par (68) – brauchte also lediglich die Anzahl an Schlägen, die ein sehr guter Spieler, ein Scratchgolfer, für diese Runde ausführen würde.

Den markanten Spitznamen Tiger trägt er von Geburt an, ein Freund seines Vaters kam auf die Idee. Heute ist Eldrick Woods nur noch unter seinem eigentlichen Spitznamen bekannt. Amüsante Ironie der Geschichte: Einen besonders guten Golfspieler nennt man seit jeher Tiger.

Im Alter von acht Jahren gewann Tiger sein erstes Amateurturnier, welches er danach sechs weitere Male für sich entscheiden konnte. Den US-Junior-Amateur-Titel gewann er 1991, 1992 und 1993, bis zum heutigen Tag ist er der jüngste und einzige Mehrfachgewinner. In den nächsten drei Jahren gewann er den US-Amateurtitel der Männer, was vor ihm ebenfalls noch niemandem gelang –auch hier ist er der bislang jüngste Gewinner.

Nach diesen beachtlichen Erfolgen im Kindesalter gewann Tiger Woods mit 16 Jahren den ersten von drei Juniorentiteln. Als Amateur-Golfer war er beispiellos erfolgreich: Neben sechs nationalen USGA-Meisterschaften und dem NCAA-Titel kürte man ihn außerdem 1991 und 1992 zum Golf-Digest-Spieler des Jahres. Und zwei Jahre später wurde er der Golfweek-Amateur des Jahres und 1996 zeichnete man ihn sowohl mit dem Fred-Heskins- und dem begehrten Jack-Nicklaus-College-Spieler-des-Jahres-Award aus.

Inspiriert durch sein Talent entschied sich Woods, das College an dem er zwei Jahre lang BWL studiert hatte, frühzeitig zu verlassen und professionell Golf zu spielen. Im August 1996 begann er im Alter von 21 Jahren seine Karriere als Golf-Profi und gewann im selben Jahr bereits zwei Turniere der PGA-Tour. Kurz darauf wurde er in den USA zum Sportler des Jahres gewählt. Im April des folgenden Jahres gewann er sein erstes Major-Turnier.

Es gelang ihm mit gerade mal 21 Jahren, als erster farbiger Spieler die US Masters mit einem Rekordabstand von zwölf Schlägen zu gewinnen. Nur einen Monat später war er zum ersten Mal die Nummer eins der Weltrangliste und wurde der jüngste Weltranglisten-Erste in der bisherigen Golf-Geschichte.

Es war abzusehen. Irgendwann musste sein unvergleichlicher „Durchmarsch“ zu Ende sein oder zumindest eine Verschnaufpause einlegen: Denn im darauffolgenden Jahr konnte er seine Form nicht mehr halten, er gewann 1998 nur ein einziges Turnier.

Doch schon ein Jahr später 1999 war es Zeit für Tiger Woods erstes Comeback. Im Juni gewann er das Memorial Tournament und startete damit eine bislang einzigartige Siegesserie im Golfsport. In den folgenden zwei Jahren gewann er 17 Turniere der PGA-Tour. In den folgenden fünf Jahren konnte er 32 Turniere für sich entscheiden. Tiger Woods war sensationelle 264 Wochen in Folge Nummer eins der Weltrangliste (vom 15. August 1999 bis zum 29. August 2004).

Er gewann sieben von elf Major-Turnieren.

Die Accociated Press wählte ihn 1997, 1999 und 2000 zum männlichen Athleten des Jahres. Neben dem Basketball-Superstar Michael Jordan und ihm konnte bislang kein Sportler diesen Preis drei Mal in Empfang nehmen.

Doch es ging nicht nur bergauf: 2003 und 2004 waren keine wirklich guten Jahre für Tiger Woods. Er gehörte zwar immer noch zu den besten Golfern der Welt, doch seine frühere Dominanz hatte er zu diesem Zeitpunkt verloren. In dieser Zeit musste er zeitweise die Weltranglisten-Spitze an Vijay Singh abgeben und konnte auch kein einziges Major-Turnier für sich entscheiden. Viele gaben den Veränderungen in seinem Privatleben durch die Beziehung zu Model Elin Nordegren die Schuld an seinem Leistungstief. Im Oktober 2004 heiratete Woods die Schwedin auf Barbados. Heute haben die beiden zwei Kinder, Tochter Sam Alexis kam 2007 zur Welt und im Februar 2009 folgte Sohn Charlie Axel.

Seite

1  |

2  |

3

nächste Seite »

 
  
19. 03. 2009
Artikel bewerten