19. 03. 2009
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Sport

Golf hält fit: Positive Trainingseffekte des Golfsports

Körperlich aktiv zu sein unter freiem Himmel – das ist es, was für viele den besonderen Reiz des Golfens ausmacht. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, der lässt natürlich den Elektrowagen stehen und bestreitet den Parcours tapfer zu Fuß. Ein Sport, der nicht nur Leib, sondern auch Seele fit hält.

Autor: Anja Liesner

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Egal ob jung, alt, sportlich oder untrainiert: Golf eignet sich für mehr Menschen als jede andere Sportart und ist obendrein auch noch gesund. Die Bewegung an der frischen Luft und der Fußmarsch von fast 8,5 Kilometern über den Platz wirken sich positiv auf Gesundheit, Psyche und das Immunsystem aus und bauen Spannungen ab. Die Koordination von Hand, Auge und Körper wird trainiert und die Konzentration gefördert. Und das ist noch längst nicht alles:

Stressabbau
Entspannung und Bewegung in der Natur sind gut für Körper, Geist und Seele. Während unser Alltag das Nervensystem teilweise überfordert, vermuten Forscher, dass sich beim Golfen die Leistungsbreite des menschlichen Gehirns erhöht.

Fettverbrennung
Eine 18-Loch-Runde dauert in der Regel ungefähr vier Stunden und verbrennt mindestens 1200 Kalorien.

Herz-Kreislauf Training
Golfer legen pro Spiel etliche Kilometer auf dem Platz zurück. Absolviert der Sportler diese Strecke in einem flotten Tempo, so schließt er seinem Golfspiel ein sinnvolles Konditionstraining an, das sein Herz-Kreislauf-System in Schwung hält, den Stoffwechsel begünstigt, den Blutdruck senkt und die Atmung stärkt.
Golf ist auch für Menschen mit hohem Blutdruck geeignet, weil die niedrige, aber konstante Belastung ideal für Herz und Kreislauf ist.

Muskeltraining
Bei einem korrekten Abschlag werden 124 von insgesamt 434 Muskeln angespannt, quasi ein Training von Kopf bis Fuß.

Konzentrationsfähigkeit
Mentale Stärke ist für einen Golfer unglaublich wichtig. Hitzköpfe müssen zwangsläufig einen kühlen Kopf bewahren, weil sonst kaum ein Ball ins Loch rollt. So sind jeder Schlag und jede Runde auch ein gutes Training für die Psyche.

Gute Körperhaltung
Golf kann sich ebenfalls positiv auf die Körperhaltung auswirken, die wichtig ist, wenn man einen Ball in die richtige Richtung befördern will. Auch werden Gleichgewicht und Beweglichkeit beim Spiel mit dem kleinen weißen Ball geschult. Die Arbeit beim Spielen verrichten hauptsächlich die Muskeln im Hüft- und Armbereich.

Aber Vorsicht!
Zu viel Ehrgeiz und zu viel Training können krank machen. Diese Faustregel gilt – wie bei allen Sportarten – auch beim Golf. Wer zu oft und intensiv auf den Platz geht, muss mit Problemen im Bereich von Hand und Handgelenk, aber auch dem unteren Rücken rechnen. Das zeigt sich vor allem bei den Profis: Aufgrund von Verletzungen pausieren Berufsgolfer im Schnitt fünf Wochen pro Jahr.

TIPP: Gründliches Auf- und Abwärmtraining, etwa fünf bis zehn Minuten, beugt unangenehmen Verletzungen vor. Wer zusätzlich seine Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert, schafft die beste Basis für schmerzfreien Spielspaß. Inzwischen gibt es spezielle Übungsprogramme für Golfer, die gezielt auf die typischen Schwachstellen eingehen und mit speziellem Muskeltraining das Verletzungsrisiko minimieren. Fragen Sie am besten Ihren Golflehrer, welche Übungen für Sie geeignet sind.

 
  
19. 03. 2009
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