01. 10. 2007
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Lifestyle

Günstiger Autokauf: Touareg zum Polo-Preis?

Der niedrige Dollarkurs lockt automobile Schnäppchenjäger nach Amerika. Doch entscheidend ist die Modell-Wahl. Und ob man einen Händler findet, der mit dem Prozedere der Überführung vertraut ist.

Autor: Hans Enderneit

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Amerika ist ein Supermarkt voller Sonderangebote. Vor allem um Autos tobt die Rabattschlacht. Traumangebote gibt es viele – nicht nur bei Neuen, sondern auch bei Gebrauchten. Da kann man schon ins Grübeln kommen. Vielleicht lohnt es sich ja doch, seinen Neuwagen diesmal aus den USA zu holen? Oder einen schicken Jahreswagen per Frachter nach »Good Old Germany« zu befördern. Gerade jetzt, wo der Dollarkurs so günstig für uns steht wie seit vielen Jahren nicht mehr. Eine S-Klasse zum C-Klasse-Kurs? Einen Touareg zum Polo-Preis? Ein 7er-BMW zu 3er-Konditionen

»Wenn man genau hinschaut, kann man hier in den USA derzeit tatsächlich günstig Einkäufe machen«, sagt Claus Lukner nüchtern. »Man muss allerdings jedes einzelne Angebot genau prüfen.« Der gebürtige Deutsche hat sich mit seiner Firma »World Imports USA« in Jacksonville auf den Export oder Import (je nach Dollarkurs) vor allem von Luxusfahrzeugen spezialisiert. Spätestens seit der Euro gegenüber dem Greenback neue Höhen erreicht hat, floriert das Geschäft in Richtung Europa wieder prächtig. Nicht die dicken V8-Ami-Schlitten stehen dabei im Mittelpunkt von Lukners Aktivitäten, sondern Autos, die auch zwischen Flensburg und Berchtesgaden gefragt sind:
Audi A4, Mercedes E-Klasse, Porsche Cayenne.

Aber auch exotischere Modelle wie den Ford Mustang oder Dodge RAM schickt der Deutsche auf die Reise in die alte Heimat.Wer das richtige Modell bei einem rabattfreudigen Händler kauft, kann in den USA tatsächlich einen guten Fang machen. Doch wie funktioniert die Überführung? Der sicherste Weg ist, bei einem Händler zu kaufen, der das Prozedere aus dem Effeff kennt. »Sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen«, bestätigt Claus Lukner. Beispiel: die Umbaukosten (Lampen, Auspuffanlage etc.), um das Fahrzeug im Heimatland zugelassen zu bekommen. Tipp:Suchen Sie sich vor dem Kauf in den USA eventuell schon eine Werkstatt, die Ihnen Ihr Fahrzeug umrüstet.

Beim Verladen auf ein Schiff kann man zwischen verschiedenen Varianten wählen: Roll-on-roll-off ist die billigste ­– ein Container ist teurer, aber das Fahrzeug steht geschützt. »Erfahrungsgemäß passiert auch bei der offenen Verschiffung nur selten etwas«, weiß Claus Lukner. Doch auch gegen kleinere Beulen kann man auf Wunsch natürlich eine Versicherung abschließen. Um sein Traumauto dann auch wirklich sorgenfrei in Deutschland entgegenzunehmen.

Weitere Informationen:

SALES TAX
Prüfen Sie, ob Sie die amerikanische Sales Tax sparen können, wenn
das Auto sofort in den Export geht.

EINFUHRZOLL
In der Regel zahlen Sie in Ihrem Heimatland für einen Neuwagen wesentlich höhere Einfuhrzölle als für gebrauchte Fahrzeuge. Unbedingt bei der heimischen Zollbehörde erfragen.

FRACHT
Den Händler, bei dem Sie kaufen, unbedingt nach der günstigsten Frachtgesellschaft fragen.

HÄNDLERSCHUTZ
Manche Händler lehnen die Garantie in ihrem Heimatland ab, wenn Sie es selbst in den USA gekauft haben. Freie Händler bieten jedoch Versicherungen an, die dies übernehmen.

WARTUNG
Vor dem Kauf in den USA nach Händlern in Ihrer Nähe fragen, bei denen später die Wartung des Fahrzeugs problemlos erledigt werden kann.

 
  
01. 10. 2007
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