Das amerikanische Thanksgiving-Fest ist in vielerlei Hinsicht einer der bedeutsamsten Feiertage der vereinigten Staaten. Anders als Weihnachten oder Chanukka wird Thanksgiving landesweit von allen Amerikanern gefeiert, unabhängig von der Religionszugehörigkeit.
Jedes Jahr am vierten Donnerstag im November wird das amerikanische Erntedankfest gefeiert. Der Tag wird bis auf die Pilgerzeit zurückverfolgt, als sich europäische Siedler nach dem ersten harten Winter in der neuen Welt an die Indianerstämme wandten. Die Ureinwohner zeigten den Neuankömmlingen, wie Mais und andere heimische Getreidesorten angebaut werden. Eine reiche Ernte im Folgejahr führte zu einem Erntedankfest, das heute in den USA nicht nur Tradition sondern auch staatlicher Feiertag ist.
Am Thanksgiving-Wochenende (viele Amerikaner nehmen sich den Freitag nach dem Feiertag frei) kommen Eltern, Kinder, Onkel, Tanten und Großeltern zusammen, um gemeinsam mit einer ausgiebigen Mahlzeit zu feiern. Traditionelle Speisen des Thanksgiving-Dinners sind gebratener Truthahn mit Preiselbeersauße, Süßkartoffeln, Maisbrot und Kürbiskuchen.
Da viele Familienmitglieder oft weite Strecken zurücklegen, um nach Hause zu kommen, herrscht an Thanksgiving stets ein riesiges Verkehrsaufkommen. Flüge sind an diesem Wochenende meist erheblich teurer als zu anderen Jahreszeiten.
Besonders beliebt sind die Thanksgiving-Paraden, die in vielen großen Städten gefeiert werden. Die wohl bekannteste Festtagsparade ist die Macy’s Thanksgiving Parade in Manhattan, die landesweit im TV übertragen wird.
Der Tag nach Thanksgiving wird als "Black Friday" bezeichnet und markiert den Beginn der Weihnachts-Shoppingsaison. Der Einzelhandel lockt hier mit hohen Rabatten und viele Geschäfte öffnen bereits um Mitternacht ihre Tore. Traditionell beginnt nach Thanksgiving die Weihnachtssaison und viele Amerikaner ersetzen herbstliche Dekorationen mit Weihnachtsschmuck und -beleuchtung.



