30. 12. 2019
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Veranstaltungen

Januartöne: Musikveranstaltungen in Süd- und Nordflorida

Das neue Jahr beginnt in Florida wieder mit vielfältigen Klängen: Bei einer Reihe unterschiedlicher Events im Süden und Norden des Sunshine States kommen Jazzfans ebenso auf ihre Kosten wie Rock-, Country- und Americana-Liebhaber.

Autor: Patrick Pohlmann

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Südflorida

Gleich am ersten Wochenende wird das neue Jahrzehnt an verschiedenen Orten in Miami Beach mit jazzigen Klängen eingeläutet: Beim vom 3. bis 5. Januar veranstalteten South Beach Jazz Festival stehen Classic, Latin und New-Orleans-Jazz im Fokus. Zu den auftretenden Musikern zählen der Saxofonist und 6-fache Grammy-Gewinner David Sanborn, der Modern-Jazz-Schlagzeuger Jonathan Joseph, der bereits mit so unterschiedlichen Stars wie Pat Metheny, Richard Bona oder Ricky Martin die Bühne teilte, und der aus Lima stammende Pianist Luis Enrique "Kiki" Sanchez, der sein Publikum mit einem aus afro-peruanischen Rhythmen gespeisten Fusion-Jazz fesselt. Der im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Schlagzeuger Reuben Hoch verbindet in seinem Chassidic Jazz Project Jazz und Kammermusik mit traditionellen chassidisch-jüdischen Liedern.

Parallel dazu findet in Marathon auf den Florida Keys das Conch Records Music Video Festival statt, bei dem 45 Acts und insgesamt 100 auf den Keys beheimatete Musiker auf verschiedenen Bühnen auftreten und dabei zur Produktion eines Videos gefilmt werden. Das Spektrum reicht von Alternative, Folk-, Tropical und Southern Rock über Blues bis hin zu Country. Eine dritte Alternative an diesem Wochenende, die insbesondere die Foodies unter den Musikfans anspricht, ist das Fort Myers Seafood & Music Festival, bei dem trotz seines Namens nicht nur Fisch und Meeresfrüchte, sondern auch fleischliche und vegetarische Kost serviert werden. Das Musikprogramm wird unter anderem bestritten von dem Gitarristen Bryan Spanhower, dessen "Musica Eclectica" Elemente aus Flamenco und Jazz, Rock und Country umfasst, von der Fleetwood-Mac-Tribute-Band Fleetwood Max und der Soul- und Bluesband JP Soars & The Red Hots.

Freunde traditioneller akustischer Countryklänge strömen vom 17. bis 19. Januar zum Baygrass Bluegrass & Craft Beer Festival im Morada Way Arts District und Founders Park in Islamorada auf den Florida Keys. Das Ende der 1930er-Jahre entstandene Country-Untergenre Bluegrass, das typischerweise mit Banjo, Mandoline, Kontrabass, Resonatorgitarre und einer speziellen Violine (Fiddle) gespielt wird und Elemente aus Swing und Blues enthält, wird hier in all seinen Spielarten und Abwandlungen präsentiert. Auf der Bühne stehen unter anderem The Grass Is Dead, die Bluegrass-Melodien mit The-Grateful-Dead-Jams verbinden, The Copper Tones, die ihren Mix aus Americana, Rock und Soul als "Soulgrass" bezeichnen, und das aus vier Halbbrüdern bestehende Country-Quartett Sons of Otis Malone.

Eine Woche später, am 25. Januar, stehen im Cultural Park in Cape Coral neben Country- und Americana- auch rockige Klänge auf dem Programm. Headliner bei Jammin’ in Cultural Park (vormals Bluegrass Jamboree) sind die sich aus verschiedenen Genres bedienende Sängerin und Songschreiberin Sheena Brook, die Indie-Rock- und Funkband Soulixer sowie die Band Signal III, die sich aus Angehörigen des Cape Coral Police Department rekrutiert.

Im Mittelpunkt des Mile 0 Fest, das vom 28. Januar bis zum 1. Februar an verschiedenen Orten in Key West veranstaltet wird, steht das Country-Untergenre Red Dirt, benannt nach dem roten Sandboden in Oklahoma, wo diese Musik in den frühen 1980ern in der Stadt Stillwater entstand. Sie weist starke Ähnlichkeiten mit dem zeitgleich im benachbarten Bundesstaat entstandenen Texas Country auf uns speist sich ihrerseits aus verschiedenen anderen Untergenres des Country. Da sich allerdings viele dem Red Dirt zugerechnete Acts relativ stark in ihrem Sound unterscheiden, sehen manche darin weniger eine eigene Stilrichtung als eine Gemeinschaft von Musikern und bezeichnen die Musik als Alternative Country. Doch wie man Red Dirt genau definiert, dürfte Fans dieser Musik letzlich herzlich egal sein. Das Line-up umfasst rund zwei Dutzend Acts, darunter Jason Isbell and the 400 Unit, die Band of Heathens, American Aquarium, Robert Earl Keen und die Randy Rogers Band.

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