26. 10. 2017
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Reiseinfos

Naturausflüge in Miami: Den Dschungel in der Stadt entdecken!

Miami, das sind glitzernde Wolkenkratzer, pastellfarben getünchte Art-déco-Häuser und natürlich endlose Strände. Aber die "Magic City" hat auch für Outdoor-Enthusiasten einiges zu bieten.

Autor: Ania Lenzholzer

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Zugegeben, Natur und Wandern ist nicht das allererste, was einem einfällt, wenn man an Miami denkt. Von einem Strandspaziergang vielleicht einmal abgesehen. Wen aber angesichts der abgekühlten Temperaturen doch die Lauflust packt, der findet in und um Miami einige schöne, oft wenig bekannte Wege.

Der wohl bekannteste Ort, an dem sich im Großraum Miami in die Natur einzutauchen lässt, ist der Everglades National Park. Hier treffen Wandervögel aller Art auf Ibisse, Anhingas, Fischreiher und reichlich anderes Getier, für das Florida berühmt-berüchtigt ist. Vom kurzen Spaziergang entlang des Anhinga Trails bis zum Mehrtagestrip mit Rucksack – hier ist für jeden Geschmack und jede Kondition etwas dabei.

Wer die Anfahrt in den National Park scheut und ein eher stadtnahes Naturerlebnis sucht, der ist auf Key Biscayne goldrichtig. Das elegante Key Biscayne Village ist schließlich von gleich zwei Parks eingerahmt: Im Crandon Park im Norden der Insel lässt sich auf einem befestigten Weg im Schatten der zahlreichen Kokospalmen am Strand flanieren. Das Gelände des ehemaligen Crandon Zoos am Südende des Parks ist ein echter Geheimtipp. Auch wenn fast alle der Tiere in den Miami Zoo umgesiedelt wurden, blieb die schön gestaltete Anlage sowie eine große Anzahl von Vögeln zurück, darunter Kraniche, Enten und Pfauen, die den Umzug in den Süden Miamis offenbar verweigerten. Im Bill Baggs State Park im Süden von Key Biscayne lässt sich ein Spaziergang herrlich mit einem Besuch des Leuchtturmes verbinden, Miamis ältestem Gebäude. Wer sich hungrig gelaufen hat, kann zwischen zwei Lokalen wählen: Vom Lighthouse Café hat man eine tolle Aussicht auf den Atlantik, während der Boater's Grill auf der anderen Seite der Insel den Blick auf einen kleinen Yachthafen freigibt.

Auch im Norden der Metropole laden einige Parks zum Naturerlebnis ein. Hier gehört der Oleta River State Park zu den bekannteren Großstadtoasen: Die Wege in dem knapp 4,5 Quadratkilometer großen Park führen abwechselnd durch dichte Wälder und offenes Gelände. Aber Achtung: Viele der Wege werden von Mountainbikern genutzt. Um nicht umgefahren zu werden, sollte man unbedingt auf den Wanderwegen bleiben! Wer gerne länger bleiben möchte, kann sich auf dem Campingplatz oder in einer der "cabins" einbuchen. Wer aber noch Kondition hat, wechselt einfach in den benachbarten Park der Florida International University (FIU). Das rund 6,5 Hektar große Naturschutzgebiet der Uni umfasst drei verschiedene Ökosysteme und ist Heimat von über 450 Tier- und Pflanzenarten. Der kleine Greynolds Park, nur einen Steinwurf weiter nördlich, ist ein Muss für echte Gipfelstürmer: Der Park befindet sich auf dem ehemaligen Gelände eines Steinbruchs und beheimatet mit einem rund 13 Meter hohen Hügel die höchste Erhebung Südfloridas!

 
  
26. 10. 2017
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