01. 10. 2008
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Lifestyle

Optimal versichert im Krankheitsfall

Sinn und Zweck einer Krankenversicherung ist die optimale Absicherung im Ernstfall – unabhängig davon, wo man sich gerade aufhält. Doch worauf sollten Europäer achten, die längere Zeit oder für immer in den USA leben möchten?

Autor: Steffen Dantz

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Besonders für Expatriates, die von ihrer Firma für längere Zeit ins Ausland entsendet werden, Auswanderer, die für unbestimmte Zeit im Ausland leben oder sogar eine Rückkehr nach Deutschland ausschließen, oder Weltenbummler, die »heute hier und morgen da« leben möchten, ist die Wahl der richtigen Krankenversicherung von großer Bedeutung.

Eine gute Krankenversicherung sollte ein lebenslanger Begleiter sein. Das bedeutet, dass die Versicherungsgesellschaft keine Kündigungsmöglichkeit haben darf. Die Mehrzahl der US-Versicherer behält sich aber genau dieses Kündigungsrecht vor und macht davon regen Gebrauch. Die Folge: Wem der Versicherungsschutz seitens des Versicherers gekündigt wird, der hat es sehr schwer, eine neue Police abzuschließen. Im schlimmsten Fall bleibt man dauerhaft unversichert. Das Gleiche gilt für Eingriffe des Versicherers in den Schutz. Man sollte niemals einen Plan akzeptieren, der vom Versicherer in den Leistungen reduziert werden kann. Auch räumen sich viele Gesellschaften das Recht ein, nach Leistungsfällen die Selbstbeteiligung des Kunden zu erhöhen.

Manche Neuauswanderer schließen vor der Ausreise eine zeitlich befristete Auslands­kran­kenversicherung ab. Diese Verträge laufen nach der vereinbarten Dauer automatisch aus, zuwei­len ist eine einmalige Verlängerung möglich. Sollte der Auswanderer in dieser Zeit aber ernsthaft erkranken, wird es praktisch unmöglich, einen neuen Versicherungsschutz (auch bei einem anderen Anbieter) zu beantragen. Eine mögliche Folge könnte sein, bis ans Lebensende keinen Krankenversicherungsschutz mehr zu haben.

Manche Pläne »transferieren« den Kunden mit Erreichen eines bestimmten Alters automatisch in »Seniorenpläne«. Diese sind in der Regel leistungsmäßig sehr begrenzt und daher keine optimale Lösung. Üblicherweise bieten einige Arbeitgeber in den USA ihren Mitarbeitern diverse »Health Plans« an. Daran gibt es nichts auszusetzen – bis auf die Tatsache, dass der Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus der Firma nicht immer privat fortgeführt werden kann. Damit macht sich der Arbeitnehmer sehr vom Arbeitgeber abhängig. Man sollte sich also genau überlegen, ob man das Risiko eingehen will, in absehbarer Zeit wieder eine neue Versicherung suchen zu müssen.

Last, but not least: Wer die bestmögliche medizinische Versorgung will, sollte den Arzt seines Vertrauens konsultieren können. Daher ist es wichtig, dass eine Krankenversicherung freie Arztwahl akzeptiert. Und: Der Versicherungsschutz sollte auch in anderen Ländern bestehen. Ob für Urlaubsreisen, Besuche in der alten Heimat oder längere Auslandsaufenthalte.

Fazit: Beim Abschluss einer Krankenversicherung sollten all jene, die sich für längere Zeit oder für immer in den USA aufhalten, auf folgende Punkte achten:

1. Unkündbarkeit seitens des Versicherers
2. Zeitlich unbefristetes Versicherungsverhältnis
3. Freie Arztwahl
4. Möglichst weltweiter Geltungsbereich

Sind all diese Anforderungen erfüllt, dann haben Sie zweifelsohne einen guten Versicherungsschutz. Wenn auch nur ein Aspekt nicht erfüllt wird, sollten Sie sehr ernsthaft über eine Alternative nachdenken!

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Information.

Über den Autor: Steffen Dantz ist Geschäftsführender Direktor von OSD International Financial Services mit Sitz in London und Efringen-Kirchen.
Telefon +49 (7628) 331 585
E-Mail: info@osdinternational.com

 
  
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