Über einen feucht-warmen Parcours von 10,5 Kilometer Länge fegen sie durchs schimmernde Meer, haben abschnittsweise gar keine Wasserhaftung, fliegen regelrecht durch die flimmernde Hitze Südfloridas. Jeder Teilnehmer muss sich hier fragen: Wie tough bin ich wirklich? Denn die Strecke hat durchaus ihre Tücken, ist nicht nur badewannen-seicht.
Und die Zuschauer können aus nächster Nähe sehen, was die Piloten daraus machen. Der Kurs ist extra so angelegt, dass sie vom Strand aus einen perfekten Blick auf die Boote haben. Nur auf die Boote, denn die Racer sind unter ihren Helmen und knalligen Einteilern kaum definierbar, bedauere! Ein Knaller: Teilweise donnern die Boote nur 50 Meter entfernt an uns vorbei, zum Beispiel am Truman Waterfront Grandstand.
Inoffiziell wird der südlichste Powerboat Circuit der USA auch das "Indianapolis 500" des Offshore Racings genannt. Die Akteure der international renommierten Key West World Championships sind also quasi die Ayrton Sennas des Powerboat-Fahrens. Und ihre Coolness ist genauso spektakulär, ihre Lässigkeit legendär. Da müssen wir schon mal den Atem an- und die Kaltgetränke festhalten.
Die in Knallfarben lackierten Boote mit ihren großen schwarzen Nummern kann man übrigens schon vor der Renn-Action bei der Eröffnungsparade am 6. November um 16 Uhr auf der Duval Street bestaunen.
Die Hauptrennen in verschiedenen Kategorien finden dann am Mittwoch, Freitag und Sonntag statt. Unser Tipp: Die Superboat Unlimited Class aschauen, bei der Sie Boote mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h zu sehen bekommen.



