01. 01. 2001
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Reisen

Reiseimpfungen für Florida

Hier in Florida leben wir in den Tropen, wo gewisse Infektionserkrankungen auftreten können. Ich hoffe, dass Sie vor Ihrem Abflug in Ihren Urlaub Ihren Impfausweis überprüft haben und falls Sie in die Karibik, nach Mittel- oder Südamerika weiterreisen, die notwendigen Impfstoffe von Ihrem Hausarzt für Ihre Reise erhalten haben.

Autor: Dr. Bernd Wollschlaeger

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Auf alle Fälle sollten Sie gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geimpft sein. Der Erreger dieser Erkrankung ist der Giftstoff von Clostridium tetani, ein Bakterium. Die Übertragung geschieht meist durch eine Wundverschmutzung. Klassisch ist die so genannte "Bagatellverletzung", das heißt kleine bis kleinste Wunden.

Die Erkrankung kann zu Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Abgeschlagenheit, Schwitzen, später dann Muskelkrämpfen, Schluckbeschwerden, allgemeiner Krampfneigung, Kreislaufproblemen und letztlich Atemstillstand führen. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft und trotz moderner Behandlungsmethoden in 20 bis 30 Prozent der Fälle tödlich. Die beste Vorbeugung ist eine Impfung, die alle 5 bis 10 Jahre wiederholt werden sollte, da viele Erwachsene keine ausreichenden Antikörper gegen die Erkrankung im Blut haben.

Hepatitis A, eine der bedeutendsten Nahrungsmittelinfektionen, ist in fast allen tropischen und subtropischen Regionen heimisch.

Der Hepatitis A Virus kann infektiöse Lebererkrankungen hervorrufen. Die Übertragung ist fäko-oral, d.h. bei fehlender Wasser-, Abwasser- und Abfallhygiene über kontaminiertes Trinkwasser, Gemüse, Früchte und Meerestiere, besonders Muscheln.

Der Hepatitis A Virus ist gegen Umwelteinflüsse sehr resistent und übersteht auch Temperaturen bis zu 80 Grad Celsius.

Hepatitis A Endeiegebiete erstrecken sich über alle Kontinente und auch in Südflorida kann diese Krankheit auftreten. Das Krankheitsbild beginnt mit uncharakteristischen Allgemeinbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, eventuell Fieber, Kreuzschmerzen und Müdigkeit. In der Folge kommt es zur Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen). Im Rahmen der Laboruntersuchungen können eine deutliche Erhöhung der Leberfunktionsparameter festgestellt werden. Besonders bei Kindern verläuft die Hepatitis A oft ohne die klassische Gelbsucht, es treten nur milde Symptome wie bei einem grippalen Infekt auf. Hepatitis A heilt nach einer mehrwöchigen Erkrankungsphase komplett aus. Im höheren Lebensalter allerdings kann es zu einem akuten Leberversagen und damit zum Tod kommen. Wie bei allen Virusbedingten Leberentzündungen ist eine spezifische Therapie nicht möglich.

Eine Hepatitis A stellt auf jeden Fall eine äußerst unangenehme Erkrankung dar, der jedoch sehr leicht vorgebeugt werden kann. Bitte waschen Sie immer alle frischen Früchte mit fließendem Wasser und vermeiden Sie alle Muschelgerichte. Ich empfehle die Hepatitis A Schutzimpfung, die für Kinder und Erwachsene zur Verfügung steht und deren Schutzdauer auf ungefähr 10 Jahre veranschlagt werden kann.

Mehr Informationen:

Für weitere Fragen oder Informationen können Sie Dr. Wollschlaeger gern anrufen.
Tel: 305-342-2522

 
  
01. 01. 2001
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