01. 01. 2017
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Lifestyle

Rückblende: Christmas in Christmas

Mit Florida und Weihnachten ist das so eine Sache: Im Süden des Sunshine States ist es auch an einem Wintertag meist deutlich über 20 Grad warm. Da schmelzen Schokoweihnachtsmänner schon mal gerne in der Sonne. Und Schneeflocken fallen auf der Main Street im Magic Kingdom, auf Miamis Lincoln Road oder Naples’ 3rd Street South allenfalls in ihrer künstlichen Form.

Autor: Dirk Rheker

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Macht aber gar nichts, scheinen Einheimische und Besucher irgendwann einmal beschlossen zu haben. Wenn das Wetter schon keine heimelige Weihnachtsstimmung wie im Hochschwarzwald bietet, dann machen wir sie uns einfach selbst: mit ausschweifendem Schmuck am Haus, rot-grünen Girlanden, blinkenden Schneemännern allüberall und prächtigen Rentiergespannen im Vorgarten, während Bing Crosbys »I’m Dreaming of a White Christmas« in Endlosschleife dudelt. Weihnachten mit der Brechstange, gewiss. Aber wer will da schon Spielverderber sein?

Am besten, man lässt sich anstecken vom festlichen Adventstrubel und feiert fröhlich mit. Ganz Hartgesottene fahren sogar in den kleinen 1200-Seelen-Ort »Christmas« östlich von Orlando an der State Road 50. Vor allem vor dem weihnachtlich dekorierten Postamt formieren sich dann oft lange Schlangen, um den begehrten Poststempel »Christmas, Florida« für die Weihnachtspost an die Lieben zu ergattern.

Schon seit 1892 existiert das Postamt. Und seit Generationen sitzt jedes Jahr Santa Claus persönlich vorm Eingang und nimmt gütig lächelnd die Wunschzettel der Kinder und die Weihnachtspost der Erwachsenen entgegen. So wie hier auf unserem Bild aus dem Jahre 1947. Ganz schön aufgeregt dürften die beiden Bengel gewesen sein – so wie es Kinder auch heute noch sind, wenn sie in Shoppingmalls und anderswo von den Eltern für einen Schnappschuss auf Santas Schoß in Szene gesetzt werden.

 
  
01. 01. 2017
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