01. 01. 2015
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Leben & Gesellschaft

Platz 3 auf der Beliebtheitsskala: Florida überholt den Staat New York

Bis vor kurzem rangierte New York auf dem dritten Platz der beliebtesten US-Bundestaaten, nun hat der Sunshine State dem Empire State den Rang abgelaufen. Tag für Tag ziehen Hunderte von Menschen nach Florida. Doch es scheint noch mehr als nur das Wetter zu sein, was die Menschen in den Sunshine State lockt.

Autor: Claudia Hossiep

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Den aktuellen Zahlen des U.S. Census Bureaus zufolge ist Florida nach Kalifornien und Texas inzwischen der dritt-bevölkerungsreichste Staat der USA. Damit hat Florida New York nun knapp überholt. Durchschnittlich zog der Sunshine State im Beobachtungszeitraum Juli 2013 bis Juli 2014 Tag für Tag 833 neue Einwohner an.

Damit stieg die Gesamteinwohnerzahl des Sonnenstaates um insgesamt 293.000 auf 19,9 Millionen Menschen an. New York hingegen konnte im Vergleichszeitraum lediglich 51.000 Neubürger verzeichnen und hat damit aktuell eine Gesamtbevölkerung von 19,7 Millionen Einwohnern.

Seit jeher auf Platz 1 der Beliebtheitsskala ist Kalifornien mit 38,8 Millionen Einwohnern, gefolgt von Texas, wo rund 27 Millionen Menschen leben. Als Grund für die hohe Zuwachsrate Floridas sieht Gouverneur Rick Scott die deutlich verbesserte Arbeitsplatzsituation und die geringe Arbeitslosenquote, berichtet die Tampa Bay Times.

Dabei ist die Anziehungskraft Floridas eigentlich kein neuer Trend: das angenehme Klima, erschwingliche Immobilienpreise, die weiten, offenen Flächen, die knapp 2.000 Kilometer Küste auf der Atlantikseite und am Golf von Mexiko sowie niedrige Steuern haben seit Jahrzehnten eine magische Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt.

Während im Jahr 1900 noch 65 Prozent der Einwohner Floridas gebürtige Floridianer waren, so machen die Einheimischen heute nur noch 36 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Alleine 8 Prozent stammen ursprünglich aus New York, kein Wunder also, dass Florida New York den Rang abläuft. 21 Prozent der Einwohner Floridas sind übrigens sogar außerhalb der USA geboren, darunter auch zahlreiche Deutsche.

Seit dem sich der nationale Immobilienmarkt erholt hat, sehen sich mehr und mehr Menschen in der Lage, ihre Häuser in anderen Staaten zu verkaufen und nach Florida zu ziehen. Dabei handelt es sich übrigens schon lange nicht mehr nur um Rentner. Viele der Zugezogenen sind junge, gut ausgebildete Berufstätige, was Florida zusätzlich für neue Arbeitgeber interessant macht.

Die investorenfreundliche Politik Floridas sowie die vergleichsweise niedrigen Steuern haben bereits zu einer bedeutenden Abwanderung von Kapital und Arbeitskräften nach Florida geführt. Das James Madison Institute in Tallahassee spricht von einer Gesamtsumme von 96 Milliarden Dollar, die aus den hoch besteuerten und stark regulierten Staaten wie New York, New Jersey und Illinois nach Florida geflossen sind.

 
  
01. 01. 2015
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