18. 04. 2018
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Lifestyle

Sommerlektüre mit Thrill: Tatort Sunshine State

Endlich Florida, 30 Grad. Nach einem erfrischenden Bad im Meer gibt es einfach nichts Tolleres, als alle viere von sich zu strecken und sich ins Strandtuch zu kuscheln. Auf dem Liegestuhl der lässigsten Florida-Urlauber stapeln sich neben Sonnenbrille, iPad und Getränkeflaschen natürlich auch ein halbes Dutzend guter Bücher. Nichts gegen Strandgutsuchen, aber die Lektüre ist mindestens so heiß, finden wir. Und ein bisschen Gänsehaut kann in der Hitze auch nicht schaden. Hier kommen unsere sechst liebsten Thriller-Klassiker. Das Schönste daran: Sie alle spielen im Sunshine State! Sie müssen nur noch den Buchdeckel aufschlagen, um sich dem Florida-Grusel-Feeling hinzugeben.

Autor: Tanja Weithöner

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DOUGLAS COUPLAND – ALLE FAMILIEN SIND VERKORKST
("All Families Are Psychotic" / Hoffmann und Campe, 2002)
Die Drummonds wirken wie eine ganz normale Familie der kanadischen Mittelschicht. Hochzeit nach dem College, drei Kinder großziehen, Scheidung während der Midlife Crisis. Ihr größter Stolz ist Tochter Sarah, die trotz ihrer Behinderung Astronautin geworden ist. Nach Jahren, in denen jeder seiner Wege geht, reisen alle zu einer Zusammenkunft nach Florida. Mit von der Partie: die neue Frau des Patriarchen und die Freundinnen der Söhne. Anlass des Treffens ist der bevorstehende Abflug der wohlgeratenen Tochter von Cape Canaveral ins All. Doch schneller, als Sarah die Milchstraße erreicht, schießen die albtraumhaften Familienwirren aus dem Abgrund.

JOY FIELDING – DAS VERHÄNGNIS
("The Wild Zone" / Goldmann, 2012)
An einem klaren, feuchtheißen Abend in Miami Beach. Drei Männer in einer Bar wetten um 100 Dollar darum, wer die einsame Lady am Ecktisch gegenüber dem Tresen abschleppen wird. Ein scheinbar harmloses Spiel. Doch die alkoholselige Idee des Trios entwickelt sich zunehmend dramatisch. Vor allem, als auch noch der überaus jähzornige Ehemann der Dame dazu stößt. In dieser Nacht im »Wild Zone« werden die fünf Leben auf traumatische Weise miteinander verwoben. Denn später im Hotelzimmer fallen Schüsse. Doch wer ist hinterlistiger Täter, wer nur ahnungslose Spielfigur? In einem rückblendenhaften Nebeneinander fächern sich die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Protagonisten bis zur schockierenden Wendung am Ende auf.

JEFF LINDSAY – DES TODES DUNKLER BRUDER
("Darkly Dreaming Dexter" / Knaur, 2005)
Seine Frau ist die Nichte Ernest Hemingways, seine Heimat Cape Coral, Florida. Noch Fragen? Nein. Wie selbstverständlich schoss Lindsays Thrillerfigur Dexter Morgan sofort nach der Veröffentlichung Anfang der 2000er von null auf Kultstatus. In diesem Roman verdingt sich Morgan beim Morddezernat der Polizei von Miami tagsüber als fieberhaft arbeitender Spurenanalytiker. Doch wenn die Sonne über dem Ocean Drive versunken ist, entfesselt sich sein zweites Ich – das des mordenden Rächers. Seine Opfer: allesamt kaltblütige Killer, die der Justiz zuvor durchs Netz gegangen sind. Richtig apokalyptisch wird es, als ein weiterer Serienkiller auftaucht, der nach demselben Muster tötet.

JAMES PATTERSON – DIE PALM-BEACH-VERSCHWÖRUNG
("Lifeguard" / Goldmann, 2006)
Ned Kelly würde seiner Freundin Tess gern mehr bieten, als es ihm seine Finanzen erlauben. Daher lässt er sich von seinem Cousin Mickey für einen Kunstraub einspannen. Doch die Sache läuft völlig aus dem Ruder, Mickey und die übrigen Komplizen werden getötet. Als ihm die Polizei auf der Spur ist und auch noch Tess umgebracht wird, sieht Ned keine andere Möglichkeit mehr, als sich bei seinem Vater zu verstecken. Gemeinsam mit der FBI-Agentin Ellie Shurtlett, die als einzige an seine Unschuld glaubt, deckt er nach und nach eine Verschwörung auf. Doch welche Rolle spielt Neds Vater?

STEPHEN KING – WAHN
(Duma Key / Heyne, 2008)
Der millionenschwere Bauunternehmer Edgar Freemantle hat einen schrecklichen Arbeitsunfall, bei dem er sich schwerste Kopfverletzungen zuzieht. Als Folge leidet er unter unkontrollierbaren Wutanfällen und Gedächtnisverlust, sein Leben bricht über ihm zusammen wie ein Kartenhaus. Als er nichts mehr zu verlieren hat, folgt er dem Rat seines Psychiaters und zieht sich auf eine Insel vor der Küste Floridas zurück. Dort sinnt er den beißenden Schmerz mit seinem Jugendhobby, der Malerei, zu lindern. Stattdessen wecken seine Werke die Dämonen der Vergangenheit. Am Ende gibt es selbstverständlich einen echten Monster-Showdown.

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