03. 04. 2018
Artikel bewerten
  
Natur & Tiere

St. Augustine Alligator Farm feiert 125. Jubiläum mit neuer Nilkrokodilanlage

Zum runden Geburtstag des Reptilienparks im St. Johns County, in dem neben 24 Krokodilspezies noch diverse andere Tierarten zu bestaunen sind, werden im Rahmen der neuen Ausstellung "Oasis on the Nile" auch antike Kunstwerke präsentiert.

Autor: Patrick Pohlmann

Left3-disabled Bild 1 von 1 Right3-enabled

Wie das Jacksonville Business Journal berichtet, ist die rund 743 Quadratmeter umfassende "Oase auf dem Nil" die größte einer ganzen Reihe neuer Attraktionen in dem 1893 eröffneten, über 28000 Quadratmeter großen Tierpark. Neben eigens aus Afrika importierten Nilkrokodilen, die nach Aussage des Zoodirektors John Brueggen auf ihrer Reise in den Sunshine State bedingt durch den Hurrikan Irma eine Zwischenstation im Zoo von Atlanta einlegen mussten, erwartet die Besucher auch eine Ausstellung mit antiker Kunst aus Ägypten, darunter Pharaobüsten und Skulpturen sich windender Schlangen. Die Besucher können das Becken mit den über 3,5 Meter langen Krokodilen auf einer Promenade umwandern und von einer erhöhten Plattform aus überblicken. Zudem besteht regelmäßig Gelegenheit, dabei zuzusehen, wie die Tiere von den Wärtern gefüttert werden. Die Plattform führt zugleich zur Seilbahn, auf der man eine Fahrt durch den Park unternehmen kann.

Laut StAugustine.com wurde die St. Augustine Alligator Farm im May 1893 als Teil des Burning Springs Museums in St. Augustine Beach auf der Barriereinsel Anastasia Island ins Leben gerufen. Die damals noch weitgehend unbekannte Attraktion befand sich am Endpunkt einer die Insel durchquerenden Eisenbahnlinie. Gemäß Direktor John Brueggen war der aus St. Augustine stammende Everett Whitney seinerzeit auf die Idee gekommen, Alligatoren in der Gegend einzufangen und gegen Eintrittsgeld zur Schau zu stellen, um auf diese Weise den Reisenden die Wartezeit bis zur Ankunft ihres Zuges zu verkürzen. In den folgenden Jahrzehnten erweiterte Whitney seine Schau um weitere Tiere wie die Riesenschildkröte Shelly und eine Gruppe Strauße – Letztere gaben dort allerdings nur ein relativ kurzes Gastspiel. 1937 wechselte der Park den Besitzer und zog an seinen heutigen Standort in St. Augustine um. Über die Jahre vergrößerte sich die Zahl der dort gezeigten Tierarten immer mehr. Heute beherbergt der Zoo nicht nur als einziger der Welt nahezu alle bekannten Krokodilspezies, sondern auch Pythonschlangen, verschiedene Affen- sowie zahlreiche Vogelarten von fast allen Kontinenten.

Weitere Informationen zur St. Augustine Alligator Farm und Tickets (Erwachsene 24,99 Dollar, Kinder zwischen 3 und 11 Jahren 13,99 Dollar) unter www.alligatorfarm.com.

 
  
03. 04. 2018
Artikel bewerten