02. 03. 2016
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Sport

St. Petersburg Grand Prix: Mehr als ein Autorennen

Mit dem 12. Grand Prix im März ist St. Petersburg Austragungsort des ersten IndyCar Series-Straßenrennens des Jahres. Doch nicht nur das: Für ein langes Wochenende verwandelt sich die sonst eher beschauliche Stadt an der Tampa Bay in einen kosmopolitischen Ausflugsort. Dieses Jahr wird der Grand Prix von zahlreichen weiteren Attraktionen unterstützt.

Autor: Josefine Koehn-Haskins

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140.000 Besucher werden in diesem Jahr zum großen "Firestone Grand Prix Verizon IndyCar"-Rennen zwischen dem 11. und dem 13. März in Downtown St. Petersburg erwartet. "Es ist toll, welche Energie das Rennen in der Stadt erzeugt", schwärmt Rick Kriseman, der Bürgermeister von St. Petersburg in einem Interview mit der Tampa Tribune.

Firestone Grand Prix Verizon IndyCar

Firestone Grand Prix Verizon IndyCar

Wirtschaftlich wirkt sich das Autorennen positiv aus. Bis zu 40.000 Hotel-Übernachtungen werden gebucht, die Gesamt-Einnahmen durch den Event werden auf stolze 48 Millionen Dollar geschätzt. Das freut natürlich die Tourism Development Council, das dieses Jahr 250.000 Dollar zum Erfolg des Events beisteuert. Die Stadt bezahlt die Zusatzkosten für Polizei und Aufräumarbeiten, rund 150.000 Dollar.

Doch nicht alle lieben das Rennen so sehr, wie der Bürgermeister. Daher wird es in diesem Jahr von der "Embrace the Race"-Kampagne begleitet. Zum einen geht es der Stadt mit der Kampagne darum, den St. Petersburgern die Angst vor dem großen Racing-Event zu nehmen, vor verstopften Straßen, Staus und Menschenmassen, zum anderen will sich St. Petersburg als international attraktive Destination präsentieren.

So können Motorsportfans neben schnellen Autos auch noch Todd Rundgren, Loretta Lynn, Tony Bennett und das Florida Orchestra im Mahaffey Theater erleben. Passend zum Grand Prix werden für die kleinen Gäste im Straub Park Open-Air Movies gezeigt, darunter – natürlich – "Cars". Teil der "Embrace the Race"-Kampagne ist außerdem ein 5K-Rennen.

Damit Downtown vorwiegend autofrei bleibt, werden die Trolleys und Shuttlebusse während des Event-Wochenendes häufiger und länger verkehren. Obwohl einige Straßen gesperrt werden müssen, werden doch alle Attraktionen frei zugänglich sein. "Schließlich sind nur 5 Blocks für das Rennen abgesperrt", sagt Matt Shapiro, Inhaber der Shapiro Gallerie am Beach Drive. Wie viele andere lokale Unternehmer, freut er sich über zusätzliche Besucher.

Nur das Dalí-Museum ist für das Renn-Wochenende geschlossen. Immerhin kreist die knapp 3 Kilometer lange Rennstrecke rund ums Museum, sowie das All Lang Stadion und das Mahaffey Theater. Die eigentliche Attraktion ist für viele jedoch die Nähe zum Wasser, der Blick aufs Meer. "Die wunderschöne Waterfront macht das Rennen in St. Petersburg zu etwas ganz besonderem", wird Kevin Savoree von den Veranstaltern Green Savoree Racing Promotions, von der Tampa Tribune zitiert. St. Petersburg lasse sich durchaus mit der reizvollen Grand Prix-Strecke in Monaco vergleichen.

Wir finden: Egal ob Grand Prix oder nicht. St. Petersburg, zwischen dem Golf von Mexiko und der Tampa Bay gelegen, ist immer einen Ausflug wert. Wen Attraktionen wie das Dalí Museum, die Chihuly Collection, der große Markt, die attraktive Innenstadt mit vielen Shops und Restaurants sowie die malerischen Strände nicht genügen, dem sei gesagt, dass die Region mit 768 Tagen den Florida-Rekord an aufeinander folgenden Sonnentagen hält.

 
  
02. 03. 2016
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