01. 02. 2010
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Lifestyle

Super Bowl 2010 in Miami

Am Sonntag, den 7. Februar 2010, wird es um einiges heißer in Florida als es ohnehin schon ist. Denn Miami ist in diesem Jahr Schauplatz des größten Sportereignisses der USA. Wenn in diesem Jahr beim Super Bowl die Indianapolis Colts auf die New Orleans Saints treffen, geraten die rund 76.000 Football-Fans im Sun Life Stadium in Miami richtig ins schwitzen - was nicht nur an den warmen Außentemperaturen liegt.

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Mehr als 100 Millionen Zuschauer werden am Sonntagabend in Amerika vor ihren Fernsehern sitzen, um ihrem Team fest die Daumen zu drücken. Der Super Bowl, der im Football-verrückten Amerika einen Stellenwert hat, als würde die deutsche Nationalelf im Finale der Fußball-WM stehen, wird zum zehnten Mal in Miami ausgetragen - ein Rekord. Im Sun Life Stadium, das bis vor kurzem noch Dolphin Stadium hieß, wird zum fünften Mal Austragungsort des Super Bowls sein und beherbergt im Rest des Jahres die Football-Mannschaft der Miami Dolphins.

Doch nicht nur die Amerikaner sind Feuer und Flamme für den Super Bowl. Inzwischen wird das Sportereignis in der ganzen Welt ausgestrahlt mit weltweit über eine Milliarde Zuschauern. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Fans des American Football. Obwohl die europäische NFL seit 2007 aufgelöst wurde, wächst das Interesse an der wohl beliebtesten Sportart Amerikas in Deutschland kontinuierlich an. Die ARD überträgt das Spiel auch in diesem Jahr live im TV. In vielen deutschen Kinos, Clubs und Kneipen wird es wieder typisch amerikanische Super Bowl-Parties geben. Bei Hotdogs, Bier und Popcorn bekommen Besucher und Sport-Fans so das Gefühl, live im warmen Miami dabei zu sein.

Super Bowl: Inoffizieller Feiertag in Amerika
Den Super Bowl könnte man durchaus mit Weihnachten vergleichen, denn der erste Sonntag im Februar ist ein Tag im Jahr, an dem man sich mit Familie, Freunden und Verwandten trifft. Jedoch versammelt man sich in diesem Fall nicht um den Baum, sondern um einen möglichst großen Bildschirm. Man kann sagen, dass sich der "Super-Sunday" im Laufe der Jahre zu einem inoffiziellen Feiertag in Amerika entwickelt hat.

Fast genau so wichtig wie das Football-Spiel selbst ist die Halbzeitshow. Hochkarätige Stars stehen Schlange, um in der Pause vor einem Millionen-Publikum auftreten zu dürfen. In der Vergangenheit standen Superstars wie Michael Jackson, die Rolling Stones oder Prince auf der Bühne. Dieses Jahr haben die wieder vereinigten Rocker von The Who ihren Auftritt angekündigt.

Nicht nur die Stars wollen beim Super Bowl dabei sein. Fast jeder Amerikaner würde sein letztes Hemd geben, um einmal in seinem Leben den Super Bowl live im Stadion erleben zu können. Dementsprechend hoch sind auch die Ticketpreise für das Großereignis der Superlative. Der Durchschnittspreis für ein Ticket liegt bei zirka 900 US Dollar. Da kann man sich denken, wieviel Geld die Tickets auf dem Schwarzmarkt kosten. Echte Fans zahlen Höchstpreise von bis zu 20.000 US Dollar.

Super-Sonntag für die Werbeindustrie
Da wir gerade von teuer sprechen: Horrende Preise werden auch für die Werbespots während des Spiels gezahlt. In den Werbepausen tragen Cola- oder Bierhersteller die inoffizielle Meisterschaft um den besten Werbespot des Jahres aus. Während es jedoch im vergangenen Jahr noch die teuersten Werbepausen aller Zeiten gab (schlappe 3 Millionen US Dollar für einen 30 Sekunden langen Spot), sollen in diesem Jahr die Preise zum überhaupt erst zweiten Mal in der Geschichte des Super Bowls fallen.

Dank des "Schnäppchenpreises" von 2,8 Millionen Dollar waren die insgesamt 62 Werbeplätze bereits Mitte Januar ausgebucht. Sehr zu Freude der übertragenden Fernsehanstalt CBS, die sich auch in diesem Jahr wieder auf den garantierten TV-Erfolg freut. In der Liste der 20 höchsten Einschaltquoten der US-Fernsehgeschichte findet man elf Super Bowls. Im letzten Jahr brachten dabei allein die Werbespots einen Erlös von 213 Millionen Dollar ein.

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