25. 10. 2018
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Insider-Tipps

Unheimliche Orte in Miami: Wo Sie in der Magic City Geistern begegnen können

In der Zeit vor Halloween bietet nicht nur Florida jede Menge Gelegenheiten für gruselige Begegnungen. In und um Miami gibt es aber auch einige Orte, an denen es das ganze Jahr über spuken soll.

Autor: Patrick Pohlmann

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Deering Estate

Der 1,8 Quadratmeter große ehemalige Wohnsitz des Industriellen und Philantrophen Charles Deering in Palmetto Bay stellt mit seinen historischen Bauten, seinen Kunstausstellungen und seinem großen Park eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten des Miami-Dade Countys dar. Neben einem von Floridas Ureinwohnern in prähistorischer Zeit errichteten Erdhügel wurden dort in einem Senkloch auch 50.000 Jahre alte Tier- und Menschenknochen gefunden. Weniger bekannt ist, dass auf dem Gelände schon wiederholt paranormale Erscheinungen beobachtet worden sein sollen. Wie das National Public Radio berichtet, will ein Team von Gespensterjägern dort nicht weniger als 60 Stimmen von Geistern aufgenommen haben. Wer sich selbst ein Bild davon machen will, kann an einer der regelmäßig angebotenen Geistertouren teilnehmen, die teilweise auch nachts stattfinden. Dabei werden den Besuchern auch auf Fotos, Film- und Audioaufnahmen festgehaltene Stimmen und Bilder der Geister präsentiert.

 

Pinewood Cemetery

Der Pinewood Cemetery in Coral Gables zählt zu den ältesten Friedhöfen des Miami-Dade Countys. Offiziell wurden hier von den 1890er- bis in die 1940er-Jahre etwa 200 Bestattungen durchgeführt. Andere Quellen sprechen dagegen laut den Miami Ghost Chronicles davon, dass die ersten Begräbnisse bereits in den 1850er- und die letzten erst in den 1970er-Jahren stattfanden. Heute wirkt der stillgelegte Friedhof mit seinen einzeln zwischen den Wegen verteilten Grabsteinen wie ein Ort aus einer längst vergangenen Zeit. Viele der Gräber sind nur mehr als flache Vertiefungen im Boden zu erkennen, sofern sie nicht gänzlich von der Vegetation überwuchert wurden. Mit den Jahren wurde immer wieder von unheimlichen Vorkommnissen auf dem Friedhof berichtet, die von angeblichen nächtlichen Begräbnissen über Drogenpartys bis hin zu im Rahmen der kubanischen Religion Santería den Göttern dargebrachten Tieropfern reichten. Unter den dort Begrabenen finden sich einige, die auf sehr unglückliche Weise zu Tode kamen. Ein besonders schreckliches Schicksal hatte Dora Suggs, die 1905 auf dem Weg von Miami zu ihrer Farm in Coconut Grove vergewaltigt und mit einem schweren Stein erschlagen wurde. Wie die Spuren am Tatort zeigten, hatte sie sich offenbar verzweifelt gegen ihren Angreifer gewehrt. Ein Jahr später wurde Edward "Cady" Brown als ihr Mörder überführt, zum Tode verurteilt und gehängt.

Bei ihrem Besuch auf dem Friedhof hatte Marlene Pardo Pellicer, Gründerin und Autorin der Website Miami Ghost Chronicles, die seit den 90er-Jahren übernatürliche Phänomene untersucht, nach eigenen Angaben eine merkwürdige Erscheinung: Auf einem Pfad erblickte sie plötzlich die Gestalt einen jungen Mann in Jeans und Poloshirt, dessen Gesicht von einem Baumstamm verdeckt wurde. Nachdem sie den Blick einen kurzen Moment abgewandt hatte, war die Gestalt verschwunden. Sofort suchte sie den Pfad nach dem rätselhaften Mann ab, fand aber keine Spur von ihm. Später wartete sie noch eine halbe Stunde am Ausgang, aber niemand anders verlies den Friedhof. Angesichts ihrer langjährigen Erfahrungen mit paranormalen Erscheinungen ist sich Pardo Pellicer sicher, einem Geist begegnet zu sein. Laut Haunted Rooms berichteten andere Besucher des Friedhofs von merkwürdigen Lauten und einem plötzlich auftauchenden eigenartigen weißen Dunst.

 

Miami City Cemetery

Miamis im Jahr 1897 gegründeter Stadtfriedhof beherbergt rund 9.000 Gräber und Mausoleen, darunter jene historischer Persönlichkeiten wie Julia Tuttle, der Begründerin Miamis, William M. Burdine, Gründer der ehemaligen Kaufhauskette Burdines, oder Dr. James Jackson, der erste in Miami ansässige Arzt. Manche der hier Bestatteten sollen unter rätselhaften Umständen zu Tode gekommen sein. Das seltsamste Grab dort ist laut Miami New Times das von Carrie Barrett Miller, deren Körper nach ihrem Tod im Jahr 1926 in Beton eingegossen wurde. Gemäß der Inschrift auf dem Grabstein soll nach dem Willen ihres Ehemanns dadurch "der Abdruck ihres schlafenden Körpers weiterexistieren, wenn der Körper selbst längst zu Staub geworden ist". Wer Näheres über all dies erfahren will, kann an der jährlichen Geistertour von Dr. Paul George teilnehmen, der als Historiker beim HistoryMiami Museum angestellt ist. Die diesjährige Führung findet am 26. Oktober statt. Halloween-Verkleidungen sind dabei ausdrücklich willkommen.

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