Nur der Mann, die Frau, das Meer und die Sterne. Beim "Star Gazing" geht es je nach Gruppenstärke mit dem großen Calusa Kanu (Calusa= indianische Ureinwohner Floridas, verwandt mit den Muskogee) oder mehreren kleinen Kajaks bis tief in die unendliche Dunkelheit der Mangrovenwälder. Begleitet vom Klitsch-Klatsch der Paddel auf der Wasseroberfläche und dem Funkeln der Sterne am dunkelblauen Firmament, dringt man immer weiter in die nächtliche Stille hinein.
Und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man auf der Tour Dinge, die man sonst bestenfalls im Planetarium zu sehen bekommt: Sternschnuppen, Satelliten, Flugzeuge und… UFOs!? Na, jedenfalls erzählt der Tourguide davon. Und von seltsamen Lichtern und den neuesten X-Akten. Eine solche Kanufahrt ins Universum kostet bei 10-14 Personen im Kanu 30 Dollar für jeden, bei 1-20 Teilnehmern im Kajak berappt man 65 Dollar pro Person.
Nicht auf dem Wasserweg, sondern auf dem Fußpfad, so wie 1895 Entdecker Frank Cushing, führt John persönlich seine Touri-Gruppen "In the Shadow of Cushing", die geheimnisvollen Indianerhügel. Während der Pirsch im Zypressendickicht sing-sangt er Schamanen-ähnlich unentwegt von den uralten Jagdtechniken der Calusa und reckt ab und zu ein altes Indianerwerkzeug zur Erläuterung hoch.
Dann geht es doch noch ab in die Paddelboote zur "Verborgenen Lagune", die Cushing in seinen Abenteuerüberlieferungen als "Verlorene Manuskripte" bezeichnete. Für diese sagenhafte Tour, auf der man neben den Indianermythen auch ganz realen Manatees, Wasserschildkröten, Ottern, Adlern und Haien begegnet, sollte man etwa fünf Stunden einplanen. Kostenpunkt: 85 Dollar pro Person. "Hau"!
Hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass die Calusa auch für Kannibalismus bekannt waren? Ups…


