11. 03. 2010
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Reisen

Boca: The Beauty and the Beach

Boca ist DAS Ruhe-Resort zwischen Partypeople-Neu-Liebling Fort(za) Lauderdale, dem touriphilen Miami sowie Chi-Chi Golfer Eldorado Delray Beach und dem hochnäsigen Palm Beach. Und: "Sleeping Beauty" Boca erfreut sich steigender Beliebtheit...

Autor: Tanja Weithöner

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Na, wer ist denn hier die Beauty? Etwa Ludwig, die wilde 99 Pfund Riesenschildkröte, die auf ihre alten 60 Jahre vom aufgekratzten SeaWorld ins "gottverlassene" Gumbo Limbo Nature Center von Boca umsiedelte, um ihre Auto-Aggressionen zu kurieren? Hm, jedenfalls ist der Temperamentsbolzen, der früher gern mal mit den Flossen austeilte, in Floridas "Pampa" (Boca hat über's Jahr nur 80.000 Einwohner) unter 170 Artgenossen, die vor der Kälte hierher flüchteten, plötzlich ganz ent-spa-nnt.

Zufall? Gewiss nicht. Boca ist DAS Ruhe-Resort. Hier können Sie getrost in lässigen Chinos und Flip-Flops über den Strand und auch mal ins Restaurant (z. B. das lebendige Max’s Grille in der Mizner Mall und Krabben-Profi Jake’s Stone Crab marschieren - was wohl auch zur tierisch steigenden Beliebtheit des "Mediterran-Klons" beisteuert.

Für den floridianischen City-Mix aus "La Dolce Vita" und spanischem Spektakulum verantwortlich zeichnet sich der legendäre Architekt Addison Mizner, der Palm Beach 1925 praktisch vom Reißbrett in Terrakotta erschuf. Erlesener Design-Mittelpunkt: Das luxuriöse 100-Zimmer Ritz Carlton "Cloister Inn", welches Immobilien-Tycoon Clarence Geist 1927 seinem insolventen Schöpfer abkaufte, auf dass es im Zweiten Weltkrieg als Barracke diente, um schließlich als flamingofarbener Hotelgigant Boca Raton Resort and Club (Specials ab 199 US Dollar/Nacht) mit mittlerweile 1.047 Zimmern auf 356 Morgen schönstem Florida Grasland aufzuerstehen.

Und wer hätte damals schon gedacht, dass "Sleeping Beauty" Boca, das als letzte Siedlung in den 20ern eine eigene Bahnstation bekam, einmal zur Ersatz-Riviera mit hohem Multi-Kult(ur)faktor avancieren würde?

Durchwachsendes Beweismaterial: Morikami Museum and Japanese Gardens in Delray Beach, ein traumhafter Tropengarten, der vom japanischen Farmer George Morikami vor mehr als 60 Jahren auf 200 Morgen um zwei kleine Teiche liebevoll angelegt wurde. Immerhin einer der acht besten japanischen Gärten jenseits von Tokyo, so das Journal of Japanese Gardening zur New York Times. Und gegenüber im American Orchid Society Visitors Center and Botanical Garden gibt's Orchideen zum Mit-nach-Hause-Nehmen.

Und, beim Ludwig noch mal, das Boca Raton Museum of Art zeigt eine schöne Auswahl an Gemälden, Fotografien sowie afrikanische und prä-kolumbianische Kunstgegenstände.

 
  
11. 03. 2010
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