01. 07. 2003
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Reisen

Die Smaragdküste Floridas und ihre Geheimnisse

Florida ist nicht nur Miami mit seinem aufregenden Nachtleben und Action rund um die Uhr oder Orlando mit Vergnügen und Unterhaltung ohne Pause, sondern es gibt auch wunderschön ruhige und gediegene Plätzchen, wo die Natur oftmals noch unberührt erscheint und der Puls der Zeit etwas langsamer schlägt. Wer sich also mehr nach Ruhe und Entspannung sehnt, dem kann der Nordwesten Floridas mit 150 Kilometern herrlich natürlicher Küstenlandschaft – der Emerald Coast oder zu deutsch Smaragdküste – nur wärmstens ans Herz gelegt werden.

Autor: Kerstin Schnabel-Macloud

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Das historische Städtchen Pensacola – am westlichsten im ganzen Staat gelegen – ist umgeben von reizenden kleinen Fischerdörfern, unberührten Naturstränden und hat zudem eine interessante Geschichte. Nicht umsonst nennt man diesen Küstenstreifen auch die Smaragd-Küste (Emerald Coast). Der Sand ist fein wie Puderzucker, man findet nicht nur traumhafte Muscheln, sondern mit etwas Glück sogar den berühmten Sanddollar. Für Kinder ist diese Gegend besonders geeignet wegen des flachen und ruhigen Wassers im Golf von Mexiko, wo es sich einfacher und ungefährlicher planscht als im wilden Atlantik. Überall sind Picknicktische, Duschen und auch Verkaufsstände zu finden.

Wenn man der Sonne etwas müde geworden ist, wird der Sand aus den Schuhen geschüttelt, und auf geht’s zur Entdeckungsreise in die Umgebung. Nur Minuten entfernt vom Strand kann man die farbenfrohe und interessante Geschichte Pensacolas ergründen. Museen, historische Stätten und Gebäude als auch architektonische und archäologische Pfade geben Aufschluss über ein bewegtes Gestern. Beginnen sollte man im Historic Pensacola Village, in dem der Tatsache Tribut gezollt wird, dass bereits fünf verschiedene Fahnen über dieser Stadt geweht haben – die spanische, die französische, die britische, die konföderierte und natürlich heute die amerikanische.

Am Seville Square kann man 200 Jahre alte kreolische und viktorianische Häuser bestaunen, die restauriert wurden und in denen heute hübsche Geschäfte zum Shoppen oder gemütliche Restaurants auf einen Drink einladen. Außerdem zu empfehlen sind das T. T. Wentworth Jr. Florida State Museum, das Civil War Soldiers Museum und das Pensacola Museum of Art.

Und wer sich für das Fliegen interessiert, sollte auf keinen Fall das National Museum of Naval Aviation verpassen – mit fast einem Jahrhundert Militärfluggeschichte, dramatischen Filmen in einem IMAX-Kino, welches sieben Etagen hoch ist, Flugsimulatoren, an denen auch Kinder große Freude haben, und vieles mehr – oder das U.S. Air Force Armament Museum mit Kampfflugzeugen, Raketen und Waffen. Jedes Jahr im Juli und November sind die weltberühmten Blue Angels in einer Flugshow am Himmel zu bewundern.

Zurück zur Natur und den Naturliebhabern. In dem nicht weit entfernten Ort Gulf Breeze gibt es einen sehr schönen Zoo, in dem man hautnah 700 Tiere beobachten kann. Ein Besuch im Big Lagoon State Park auf Perdido Key ist ein Muss. Hier findet man Ruhe und Frieden bei herrlichen Spaziergängen durch Sumpflandschaften und Wälder, in denen 113 verschiedene Vogelarten, der graue Fuchs, der Weißschwanzhirsch und auch der Biber zu Hause sind. Hier kann man fischen und auch campen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Wer das „andere Florida“ entdecken geht, wird an manchen Orten das Gefühl haben, es sei noch niemand vorher dort gewesen!

Geisterspuk in Pensacola
Geistergeschichten, Legenden und spukende Häuser sind in Pensacola keine Märchen. Der historische Distrikt in Downtown ist verwunschen und wird von der Vergangenheit heimgesucht. Die Türen des 144 Jahre alten Leuchtturms öffnen und schließen sich von selbst, man hört Fußstapfen die Treppen herunterkommen und Pfeifentabakgeruch schwängert die Luft, als wandere der alte Leuchtturmwärter noch immer durch sein Reich.

An der Admiral’s Row entlang stehen nah am Wasser zwei weitere historische Gebäude, in denen es auch spuken soll. Das 1874 erbaute Quarters A, das Admiralshaus, wird nach wie vor von seinem ersten Bewohner, einem exzentrischen Kommandanten, besucht, der an Gelbfieber starb. In Nummer 16 genau gegenüber, dem damaligen Offiziersquarter, pflegte ein berühmter Kapitän Poker zu spielen. Anwohner schwören, dass der Klang der fallenden Pokerchips immer noch zu hören sei.

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