06. 12. 2018
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Restaurants & Shopping

Essen ohne Grenzen in Florida: "Food halls" erobern den Sunshine State

Foodies, Gourmets und hungrige Urlauber haben in Florida zahllose Möglichkeiten, satt zu werden. Wer sich nicht für eine bestimmte Küche entscheiden kann und keinen Wert auf übermäßig großen Komfort legt, findet im Sunshine State auch immer mehr "food halls", in denen man sich sein Gericht oder Menü aus unterschiedlichsten kulinarischen Angeboten zusammenstellen kann.

Autor: Patrick Pohlmann

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Laut Florida Trend sind "food halls" der "heißeste Trend dieses Jahres in Florida". Im Gegensatz zu den schon lange in Shoppingmalls oder auf Flughäfen verbreiteten "food courts", in denen in der Regel diverse Fast-Food-Ketten ihre Produkte anbieten, findet man in diesen „Essenshallen“ verschiedenste Angebote kleinerer, meist lokaler Restaurants und Nahrungsmittelgeschäfte. Auf diese Weise bieten Sie Optionen für unterschiedlichste Vorlieben, Diäten und Geldbeutel – egal ob man einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, frühstücken, lunchen oder dinieren möchte.

Den Anfang der nordamerikanischen "food halls" machte die erste US-amerikanische Filiale des italienischen Gastronomie- und Nahrungsmittelunternehmens Eataly 2010 in New York. Das Konzept, verschiedene Anbieter an einem Ort zu vereinen, fand rasch auch in Florida Nachahmer, die etwa vergessene Orte in Orlandos Audubon Park oder Miamis Kunstviertel Wyndwood in gastronomische Treffpunkte verwandelten. In der Folge dienten "food halls" als Mittel, ehemals heruntergekommene Gebäude und Quartiere wiederzubeleben und glatten Neubauprojekten Sex-Appeal zu verleihen. Im Folgenden werden einige von ihnen in verschiedenen floridianischen Regionen vorgestellt.

 

Südflorida

Es mag nicht überraschen, dass die meisten und innovativsten "food halls" in der Magic City zu finden sind. Die lebendigste von ihnen ist nach Aussage von Florida Trend vielleicht das im Stadtteil Wynwood vor kurzem neu eröffnete, rund 930 Quadratmeter große 1-800-Lucky, dessen Speisensortiment hauptsächlich asiatische Spezialitäten umfasst. Neben verschiedensten Gerichten und Getränken aus Japan, China und Vietnam sowie hawaiischem Poke mit unterschiedlichen Zutaten wird hier auch Musik geboten, und wer will, kann beim Karaoke selbst ein Beispiel seiner Sangeskunst geben.

Im Luxuskaufhaus Saks Fifth Avenue im Brickle City Centre hat South Beachs elegantes Restaurant und Hotel Casa Tua eine "food hall" eingerichtet, in der den Besuchern ein Sammelsurium an italienischen Gerichten serviert wird, von Gegrilltem über Pasta und Pizza bis hin zu Eis und anderen Desserts. Gleich ein Dutzend verschiedene Restaurants und Geschäfte mit Speisen unter anderem aus Italien, Israel, Peru, Japan und Vietnam findet sich in Miamis Ableger der aus New Orleans stammenden "food hall" St. Roch Market am Palm Court im Design District.

Eine Verbindung von Wellness und Essen verspricht die Jackson Hall auf dem Gelände des Jackson Memorial Hospital. Die Gründer Della Heiman und Ken Lyon machten sich bereits mit ihren "bowls" auf dem kürzlich an einen Immobilienentwickler verkauften Wynwood Yard einen Namen. Neben den mit verschiedensten rohen Gemüsen und Zutaten wie Quinoa, Mandeln oder Tempeh gefüllten Schüsseln gibt es in der neuen Halle auch Poke, Gerichte vom Holzkohlengrill, Kebabs mit Zatar, Reuben-Sandwiches sowie – dem gesundheitsbewussten Umfeld zum Trotz – alkoholische Getränke.

Die jüngst in der Aventura Mall anstelle des alten "food court" eröffnete Treats Food Hall bietet ein breites Spektrum an Speisen unterschiedlicher Anbieter, von Feigen-Pizza über mexikanische Burritos und Tacos bis hin zu chinesisch und vietnamesisch inspirierten Gerichten. Im Herzen des Warehous District in West Palm Beach befindet sich der Grandview Public Market, in dem Liebhaber von Ramen oder thailändischer gerollter Eiskrem ebenso auf ihre Kosten kommen wie Fans von Poke, kubanischen Sandwiches oder der viereckigen Pizza nach Detroiter Art. Weitere "food halls" sollen demnächst unter anderem in Miamis Lincoln Road, dem Miami City Centre, Little River und Delray Beach eröffnen.

 

Tampa-Bay-Region

Im Norden von Tampas Innenstadt buhlen gleich zwei "food halls" um hungrige Gäste: Die in einem ehemaligen Gewerbegebäude aus den 1930er-Jahren untergebrachte Hall on Franklin bietet neben Fisch und Meeresfrüchten unter anderem vietnamesische Bánh-mì-Sandwiches, chinesische Bao Buns – gedämpfte hamburgerartige Brötchen –, Waffeln und Fladenbrote. Im Gegensatz zu anderen "food halls" werden einem hier die bei den verschiedenen Anbietern georderten Speisen und Getränke vom Servicepersonal wie in einem normalen Restaurant an den Tisch gebracht. Nur drei Blöcke von der Hall on Franklin entfernt befindet sich der Heights Public Market in der ehemaligen Fabrikanlage Armature Works, in dem neben Wein und Kaffee kleine Gerichte verschiedenster Art angeboten werden, darunter Sushi, Barbecue, moderne Versionen kubanischer Sandwiches, Ramen oder Eis. An Tampas ehemaliger Channelside Plaza ist mit der Sparkman Wharf ein Biergarten mit Gastronomieangeboten entstanden, die teils in ehemaligen Schiffscontainern untergebracht sind.

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