Wer in diesen Tagen mit Euro-Scheinen in der Tasche nach Florida reist, kann frohlocken: Nur noch rund 67 Euro-Cent kostet ein Dollar (Stand Ende November 2007). Vor fünf Jahren mussten Urlauber noch knapp 1,20 Euro hinblättern – über 40 Prozent mehr. Bis auf einen Rekordwert von 1,48 Dollar stieg der Euro bis Ende November. USA-Shoppern und -Urlaubern bereitet der aktuelle Kurs helle Freude. Die Rechnung ist einfach: Als Tourist haben Sie in Dollar-Ländern mehr Scheine der fremden Währung in der Tasche. Und bekommen vor Ort mehr für Ihr Geld.
Vor allem Designerware, Sportartikel und hochwertige Elektronik lassen sich im Sunshine State derzeit erheblich günstiger kaufen. Einige Beispiele: Ein Businesshemd von Polo Ralph Lauren kostet in Deutschland derzeit rund 100 Euro, in vielen Malls in Florida jedoch nur 79 Dollar – also etwa 53 Euro. Der Jeansklassiker »Levi’s 501« ist in den USA für knapp 50 Dollar zu haben, also für etwa 33 Euro, und damit halb so teuer wie in »Good Old Germany«.
Doch nicht nur Shopper kommen im Sunshine State voll auf ihre Kosten. Die Vorteile des günstigen Wechselkurses fangen schon bei der Buchung des Hotels an: So preiswert wie jetzt konnten Urlauber aus Europa schon lange nicht mehr unterkommen. Selbst luxuriöse Herbergen wie das »Ritz-Carlton« oder das »The Setai« in Miami Beach sind dank des starken Euros für viele Reisende vom »alten Kontinent« erschwinglich geworden – von den frugaleren Übernachtungsketten wie »Best Western« oder »Holiday Inn« ganz zu schweigen. Und auch die gastronomischen Schnäppchen lassen sich sehen: Selten konnten Europäer so gut – und so preiswert – im Sunshine State schlemmen wie derzeit.
Lohnt es sich auch, in Amerika seinen Traumwagen zu kaufen und nach Europa zu verschiffen? Die Antwort hier lautet: Jein – man muss schon sehr genau hinsehen, um nach sämtlichen Ausgaben für Umrüstung, Verschiffung, Zoll oder Ähnliches preiswertere vier Räder zu besitzen. Wohlgemerkt: Es gibt sie dennoch, die automobilen Schnäppchen.
Besonders interessant wird der derzeitige Wechselkurs für Europäer, die sich schon immer eine Bleibe in Florida anschaffen wollten. Bis vor einigen Jahren hatten sich viele Amerikaner eine Villa im sonnigen Süden Europas gegönnt, der Dollarkurs machte diesen Erwerb leicht möglich. Nun hat der Wechselkurs die Verhältnisse umgekehrt – jetzt sind plötzlich Europas Sonnenanbeter und Investoren dabei, in Florida Ausschau nach einem Plätzchen im Warmen zu halten. Der Zeitpunkt für einen Immobilienkauf ist günstig wie nie zuvor, glauben auch viele Experten. Denn zum starken Euro kommen Immobilienpreise, die nach einer drastischen Korrektur – manche sprechen gar von einem Crash – so niedrig sind wie seit Jahren nicht mehr. Florida Sun hat sich für Sie im Sunshine State umgesehen – und herausgefunden, wo Sie für Ihre harten Euros besonders viel bekommen. Ein Streifzug durch ein Schnäppchen-Paradies.
I. SHOPPING
Von Tanja Weithöner
Wir wollen hier die echten Shopping-Schnäppchen aufdecken. Sie können sicher sein, wir machen keine falschen Versprechungen, denn wir sind absolute Insider des floridianischen Shopping-Archipels. Wo könnte man also besser auf Schnäppchenjagd gehen als im sonnigen Florida?
DISCOUNTER Spitzenreiter hinsichtlich der Rabatte sind eindeutig die drei großen Fashion Discounter Ross Dress For Less, Marshalls und T. J. Maxx. Hier drei Beispiele: Eine hochwertige Damen-Sportjacke der Glamourmarke Donna Karan New York (DKNY) kostet regulär 130 Dollar, bei Ross & Co. bekommt man sie für sagenhaft günstige 39 Dollar, ein Preisabschlag von rund 70 Prozent. Für den klassischen Herrenpullover von Polo Ralph Lauren bezahlt man statt 49 Dollar schlappe 29,99 Dollar.








