21. 02. 2019
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Reiseinfos

Floridas versteckte Schätze: Wo Dinosaurier zum zweiten Mal aussterben und Urlauber Jesus die Hand schütteln

In jeder Ecke Floridas gibt es sie: grüne Alternativen zum bunten Trubel der allseits bekannten Freizeitparks. Ob tief im Erduntergrund versteckt, auf dem Meeresboden oder umgeben von Dinosauriern – Floridas Naturparks sind alles außer gewöhnlich.

Autor: Lieb Management

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Der Dino-Friedhof

Überall in den Dunlawton Sugar Mill Gardens unweit von Daytona Beach befinden sich riesige Dinosaurierstatuen. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine ungewöhnliche Parkdekoration, sondern um die Überreste eines Vergnügungsparks namens "Bongoland", den es hier um 1950 gab. Die Statuen wurden nie beseitigt, wodurch die Dinos hier sozusagen zum zweiten Mal ausgestorben sind. Die Besucher werden humorvoll davor gewarnt, die Kreaturen zu füttern. Dafür können sie aber in deren riesigen, in Beton gegossenen Fußstapfen schlendern. In den Gärten befinden sich die Ruinen einer Zuckerrohrplantage aus dem 19. Jahrhundert, deren Mühlen noch vollständig erhalten sind. Umgeben von üppiger angepflanzter Vegetation, einheimischen Bäumen, einem Schmetterlingsgarten und Sammlungen von Bromelien und Kakteen können sich die Besucher als Bestandteil einer "menschlichen Sonnenuhr" mit erhobenen Armen selbst die Zeit anzeigen.

 

Im Untergrund des Sunshine States

Der Florida Caverns State Park bei Marianna ganz im Norden des Sunshine States wurde eingerichtet, um Urlaubern Zugang zu Floridas einziger Tropfsteinhöhle zu gewähren. Die geführten Touren sind äußerst beliebt, da ein Höhlensystem wie dieses in Florida nicht unbedingt erwartet wird. Gerade im Sommer bietet dieser 45-minütige Ausflug in den Untergrund eine willkommene Abkühlung. Außerhalb der Höhlen stehen Angeltouren oder Kanufahrten auf dem Chipola River auf dem Programm. Der Park beherbergt darüber hinaus einen eigenen Golfplatz. Ebenfalls ungewöhnlich: Es gibt auch drei Ställe für den Fall, dass jemand sein Pferd mitbringen und ausreiten möchte.

 

Ein "high five" mit Jesus

Auf Key Largo kann man im John Pennekamp Coral Reef State Park, dem ersten Unterwasserpark der Vereinigten Staaten, das Aquarium besichtigen, den Strand besuchen, Wanderungen oder Tauchausflüge unternehmen. Der Park umfasst etwa 70 nautische Quadratkilometer angrenzender Gewässer des Atlantiks. Touren im Glasbodenboot, Tauchgänge und Schnorcheltouren werden bei gutem Wetter mehrmals täglich durchgeführt. Ein Highlight: Der italienische Schnorchler Egidi Cress stiftete der Underwater Society of America eine von Guido Galletti geschaffene, 2,6 Meter hohe Jesus-Statue aus Bronze, die 1965 in 7 Metern Tiefe an den Key Largo Dry Rocks vor dem Park versenkt wurde und seitdem ein beliebtes Ziel von Schnorchlern und Tauchern ist.

 

Zum ersten Glasbodenboot der Welt

Ocala im Herzen des Sunshine States ist die Heimat vieler Flüsse, Seen und natürlicher Quellen. Besucher können an Bord eines Kanus, Kajaks oder größeren Bootes die abgelegene Region abseits des Trubels genießen. Der Silver Springs State Park ist als die älteste Attraktion Floridas bekannt. Hier wurde das Glasbodenboot erfunden. Zum Eintrittspreis von nur 2 Dollar kann man die Gärten und die Promenade zur berühmten Insel Ross Allen Island erkunden. Glasbodenboot-Tickets können gegen eine zusätzliche Gebühr erworben werden. Der Ausflug bietet einzigartige Einblicke in die Quellen, auf versunkene Hollywood-Requisiten, antike indische Artefakte und ein Schiffswrack.

 

Ein Eiland mit bewegter Geschichte

Der Egmont Key State Park südlich von St. Petersburg im Golf von Mexiko ist nur mit einem Boot zu erreichen und gilt zurecht als ein abgeschiedener Zufluchtsort voller einsamer Strände – hat aber auch eine bewegte Geschichte: Gegen Ende des dritten Seminolenkrieges wurde die Insel südwestlich von Fort De Soto Beach als Camp für die Gefangenen genutzt. 1898 wurde kurz vor Beginn des Spanisch-Amerikanischen Krieg das Fort Dade auf der Insel errichtet. Auch ein Leuchtturm aus dem Jahr 1858 kann hier besichtigt werden. Außer den zahlreichen alten Gemäuern gibt es heute hier sonst nichts als unberührte Natur. Also ausreichend Trinkwasser und Sonnencreme mitbringen! Eine kleine Fähre bringt abenteuerlustige Besucher für 20 Dollar vom Fort De Soto County Park auf die Robinson-Insel.

 
  
21. 02. 2019
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