07. 12. 2017
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Reiseinfos

Historic Spanish Point in Osprey: Fenster in die Vergangenheit

Rund 12 Hektar Land umfasst das Freilichtmuseum im Süden von Sarasota, das Besuchern eine Art Zeitreise durch die Geschichte Floridas ermöglicht. Besonders lohnend ist ein Besuch jetzt in der Winterzeit, wenn die Gärten auch am Abend geöffnet sind.

Autor: Ania Lenzholzer

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Unmittelbar am viel befahrenen Tamiami Trail gelegen und gefühlt doch weitab vom "hustle & bustle" der Region bietet der Historic Spanish Point an der Little Sarasota Bay eine interessante Mischung aus Natur- und Geschichtserlebnis. Die historische Bedeutung des Parks beruht auf dem Fund mehrerer "shell mounds". Diese prähistorischen Muschelhügel sind rund 6 Meter hoch und geschätzte 5000 Jahre alt. Sie wurden von den hiesigen Ureinwohnern wohl zum Schutz vor Gezeiten und Angreifern im sonst so flachen Küstengebiet der Sarasota Bay angelegt. Das kleine archäologische Museum zeigt in einem Querschnitt eines der Hügel eindrucksvoll die verschiedenen Lagen, die vornehmlich aus den Schalen von Austern, aber auch aus Keramik- und Werkzeugteilen bestehen. Über Jahrhunderte hinweg bauten und nutzten die Ureinwohner diese Erhebungen. Etwa um das Jahr 1100 verschwinden ihre Spuren in dieser Region allerdings vom Radar der Archäologen.

Das nächste Kapitel des Historic Spanish Point wurde von John Greene Webb im Jahr 1867 aufgeschlagen, als sich der New Yorker mit seiner Familie auf den Hügeln an der Bucht niederließ und mit dem Anbau von Zitrusfrüchten und Gemüse begann. Während die Obstbäume aus dieser Zeit heute nicht mehr existieren, konnte das kleine "packing house" originalgetreu nachgebaut werden. Hier wurden die Orangen und Zitronen gewaschen, sortiert, verpackt und verschifft. Mit dem Boot wurden die damals als exotisch geltenden Früchte nach Cedar Key geschickt, von dort aus ging es mit der Bahn weiter zu zahlungskräftigen Kunden im Norden. Ebenfalls aus der Pionierzeit stammen das Guptill House sowie eine kleine Kapelle mit angrenzendem Friedhof.

1910 erwarb Bertha Palmer das große Gelände und betrieb hier fortan eine Rinderzucht. Die schwerreiche Witwe aus Chicago ließ die alten Gebäude wiederherrichten und sich selbst eine eigene Residenz mit Blick auf die Bucht bauen und einen Garten anlegen. Nach dem Tod von Bertha Palmer nur acht Jahre später betrieben ihre Nachkommen noch für einige Jahrzehnte die Ranch, bevor ein Teil davon 1980 der Gulf Coast Heritage Association übertragen wurde, die bis heute das Museum und die Gärten unterhält und für die Öffentlichkeit zugänglich macht.

Neben dem Museum und den übrigen Gebäuden kann noch eine kleine Bootswerkstatt besichtigt werden, in der noch heute Holzboote per Hand gebaut oder restauriert werden. Eines dieser Boote ist die "Magic", mit der man Ausflüge in die Sarasota Bay unternehmen kann. Auch mit dem Kayak kann man vom Historic Spanish Point aus in See stechen.  Die Kombination aus Wasserlage, Kapelle, Gärten und den übrigen Gebäuden macht den Historic Spanish Point zu einer Traumlocation für Hochzeiten. Aber auch wer sich nicht das Ja-Wort geben möchte, kann hier einige interessante Stunden verbringen. Besonders schön ist ein Besuch in der Vorweihnachtszeit, wenn der Park an zwei Abenden in der Woche, donnerstags und freitags, auch nach Einbruch der Dunkelheit geöffnet ist. Im Rahmen der Holly Days & Mangrove Lights sind einige Teile der Anlage stimmungsvoll mit Lichterketten geschmückt, es gibt Livemusik und eine kleine Bar.



 
  
07. 12. 2017
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