18. 09. 2008
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Reisen

Hurrikan-Alarm im Florida-Urlaub

Verhaltensregeln und wertvolle Tipps für Touristen im Sonnenstaat, wenn dunkle Wolken aufziehen und ein Wirbelsturm droht.

Autor: Sarah Czuratis

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Die Hurrikan-Saison in Florida beginnt offiziell am 1. Juni und dauert bis zum 30. November. Damit fällt die Hauptreisezeit der Deutschen – der August – genau in die Saison der gefährlichen Tropenstürme. Viele Bewohner Floridas besitzen ein Hurrikan-Handbuch und sind meist gut informiert. Doch was ist mit den vielen Touristen, die in Florida Urlaub machen? Wie sollen sie im Fall eines Hurrikans reagieren?

In jüngster Vergangenheit haben zwei Hurrikane – nämlich 2004 Charlie und 2005 Wilma – verheerende Verwüstungen im Sunshine State hinterlassen. Glücklicherweise hat der berüchtigte Hurrikan Katrina die Floridianer im Jahr 2005 eher verschont, stärker betroffen waren die Bewohner Louisianas. In den vergangenen drei Jahren sind im Sonnenstaat selten dunkle Wolken aufgezogen – die Ruhe nach und hoffentlich nicht vor dem Sturm. In den Küstenregionen, wo es naturgemäß viele Touristen hinzieht, sind Hurrikans in der Regel besonders gefährlich. Die Bewohner Floridas sind natürlich auf solche Naturkatastrophen bestens vorbereitet, sie besitzen oftmals ein Hurrikan-Handbuch, haben Vorräte angelegt, sich mit eventuellen Evakuierungsrouten vertraut gemacht, ihre Autos vollgetankt und ihre Häuser entsprechend abgesichert. Doch was ist mit den vielen Touristen, die in Florida Urlaub machen? Wie sollen sie im Fall eines Hurrikans reagieren?

Zunächst einmal sollten auch Touristen die aktuelle Wetterlage verfolgen. Über die Entwicklung eines Sturms informieren der Nationale Wetterdienst und der lokale Wetterkanal im Fernsehen. Auch im Internet können sich Reisende über den neuesten Stand informieren. Auf www.weather.com wird das Wetter im Stundentakt vorhergesagt und aktuelle Radarfilme werden gezeigt. Wer sich schon vor Reiseantritt über die Gesamtwetterlage in Florida und dem Atlantik informieren möchte, kann dies auf der Webseite des National Hurricane Centers (www.nhc.noaa.gov/) tun.

Hurrikans werden in eine Skala mit fünf Kategorien eingeteilt, wobei die schwächste Form mit einer Windgeschwindigkeit von 120 bis 153 Stundenkilometern die Kategorie eins darstellt. Katrina und Wilma wurden beispielsweise der Kategorie drei zugeordnet. In die höchste Kategorie fünf kommen Stürme mit über 250 Stundenkilometern. Ob sich ein Sturm über dem Atlantik möglicherweise zu einem Hurrikan entwickelt, wird schon einige Tage im Voraus beobachtet. Warnungen gehen so früh wie möglich heraus, so dass die Bewohner der Gefahrenregion rechtzeitig Vorkehrungen treffen können.

Floridas Behörden sind aufgrund der langjährigen Erfahrungen mit Hurrikans sehr gut organisiert. Sie weisen jedes Jahr zu Beginn der Hurrikan-Saison darauf hin, dass die Einwohner der Region ausreichend Wasser, Lebensmittelkonserven, Kerzen sowie Batterien einkaufen sollen, um für den äußersten Notfall gewappnet zu sein. Zudem sollte man alle wichtigen Papiere, wie z. B. den Reisepass, bei sich führen sowie Bargeld bereithalten, denn Geldautomaten können ausfallen. Da die meisten Stromleitungen in den USA überirdisch verlaufen, fällt während eines Tropensturms nicht selten der Strom aus. Bei einem Hurrikan kann es sogar zu einem tage-, wenn nicht sogar wochenlangen Stromausfall kommen.

Hurrikan-Warnungen werden bis zu 24 Stunden vor Eintreffen des Sturms herausgegeben. Fordert die Regierung zur Evakuierung auf, sollte dem Aufruf unbedingt gefolgt werden. (Leider kommt es nur allzu oft vor, dass Einwohner diese Warnungen ignorieren, ihr Hab und Gut nicht zurücklassen wollen und deshalb ihr Haus nicht verlassen.) Im Falle einer Evakuierung heißt es für alle Betroffenen zuallererst: Ruhe bewahren! Weiterhin gilt, die Anordnungen der lokalen Behörden abzuwarten und umgehend dementsprechend zu handeln. Bei einer Evakuierung gibt es die Option, aus der Gefahrenregion heraus ins Landesinnere zu fahren oder – bei Zeitnot – in einem Schutzraum in der unmittelbaren Umgebung unterzukommen. Notfallunterkünfte werden von der Regierung und dem Roten Kreuz gestellt. Im Zweifelsfall sollten sich Reisende in ihrem Hotel oder bei ihrem Reiseveranstalter nach dem nächstgelegenen Schutzraum erkundigen. Im Schutzraum untergekommen, heißt es dann ausharren und abwarten, bis der Hurrikan überstanden ist.

 
  
18. 09. 2008
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