15. 03. 2018
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Imagine Museum: Neuzugang in St. Petersburgs florierender Kunstszene

Wer bei Glas vor allem an Getränke denkt, an Fenster oder vielleicht noch an Omas alte Tiffany-Lampe, der wird die Welt nach einem Besuch des Imagine Museums in St. Petersburg mit ganz neuen Augen sehen.

Autor: A. Lenzholzer

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Was man mit Glas alles machen kann! Man kann es blasen, formen, ziehen, pressen, gießen, schneiden und neu zusammenfügen. Man kann es färben, ätzen, bemalen und mit anderen Materialien kombinieren. Und genau diese schier unendliche Vielfalt lässt sich im neuen Imagine Museum in St. Petersburg bestaunen.

Ob das zusammengerollte Gürteltier von William Morris aus dem Jahr 2007, die lebensgroße Figur "Michael" von Oben Abright oder die faszinierenden Blumenwelten im Briefbeschwererformat von Paul J. Stankard – was an der Glaskunst vor allem beeindruckt, sind die Möglichkeiten in der Gestaltung sowie die Mehrdimensionalität der Objekte.

Rund 500 zeitgenössische Werke amerikanischer Studio-Glass-Movement-Künstler sind derzeit auf zwei Stockwerken des Ende Januar eröffneten Museums zu sehen. Eine Ausstellung internationaler Künstler sowie zusätzliche Wechselausstellungen und Glas-Workshops sollen folgen.

Die sogenannte Studioglasbewegung entstand in den USA in den frühen 60er-Jahren. Als ihre Gründerväter gelten Harvey Littleton und Dominick Labino, die einen kleinen Ofen zum Porzellanbrennen zum Glasofen umfunktionierten und ihre Kenntnisse in einigen Workshops an andere Interessierte weitergaben. War Glas in den USA bis dahin vor allem industriell hergestellte Massenware gewesen, war es Künstlern nun möglich, Glas im eigenen Studio zu bearbeiten und zu gestalten.

Das blau getünchte Gebäude des neuen Museums im aufstrebenden Central Arts District beherbergte einst eine Bank, vorübergehend einen Nachtclub und zuletzt die Imagine Charter School, die dem Museum nicht nur die Räumlichkeiten, sondern passenderweise auch gleich den Namen vererbte.

Einige Glaskunstfans bezeichnen die hiesige "suncoast", die den Rekord für aufeinanderfolgende Sonnentage hält, bereits als "glasscoast". St. Petersburg beherbergt schon seit Jahren die berühmte Chihuly Collection, und im nahe gelegenen Sarasota eröfffnete unlängst der Koter-Coville Glass Pavilion auf dem Campus des Ringling Museums. Auch eine große Anzahl von namhaften Glaskünstlern und Sammlern hat sich in der Region niedergelassen.

Das Imagine Museum an der Central Avenue 1901 ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 17 Uhr. Donnerstagabends bleibt die Ausstellung sogar bis 20 Uhr geöffnet. Tickets können online oder vor Ort erworben werden. Kostenlose Parkplätze befinden sich hinter dem Museum.

 
  
15. 03. 2018
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