02. 07. 2017
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Reisen

Iwanowskis Insidertipp: Reisen in der Ära Trump

Normalerweise verrät Reiseprofi Michael Iwanowski an dieser Stelle seine Lieblingsdestinationen in Florida. Diesmal beschäftigt sich der Verleger und begeisterte Teilzeit-Floridianer mit der Frage, was sich für USA-Reisende nach dem Amtsantritt von Donald Trump eigentlich geändert hat.

Autor: Michael Iwanowski

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Who’s afraid of Donald Trump? Seit über dreißig Jahren reise ich regelmäßig in die USA, nach wie vor bin ich mehrmals im Jahr für mehrere Monate in den Vereinigten Staaten und speziell in Florida. Ich war während der Wahlen im vergangenen November vor Ort und habe auch in diesem Jahr schon einige Wochen in meiner zweiten Heimat verbracht. Seit Donald Trumps Wahlsieg werde ich sehr oft gefragt: Hat sich unter dem neuen Präsidenten etwas geändert? Ist da etwas, das meinen Besuch beeinträchtigen könnte oder gar gegen eine Reise spricht? Meine Antwort ist eindeutig: nein!

Auch wenn der Präsident viele irritieren oder gar verstören mag: Er ist demokratisch gewählt und verdient den entsprechenden Respekt. Selbst sein viel zitiertes »America first« ist erst einmal keine revolutionäre These: Jedes Staatsoberhaupt ist qua Amtseid verpflichtet, an erster Stelle dem Wohl seines Staates zu dienen. Die Vereinigten Staaten sind immer noch ein sehr demokratisches Land mit ausgewogenem Machtgefüge. Schon die ersten Wochen unter Donald Trump zeigen: Auch der Präsident kann nicht alles durchsetzen, das System der »checks and balances«, also der Gewaltenteilung und gegenseitigen Kontrolle, um einer Diktatur oder Autokratie vorzubeugen, funktioniert wie eh und je.

Die Abfertigung bei der Einreise in die USA verläuft effizient und verhältnismäßig schnell, wenn nicht gerade viele Großraumflugzeuge ankommen. Dann dauert es aber auch in Frankfurt lange. Die ESTA-Registrierung sowie das darauf abgestellte automatisierte Einreiseverfahren sind professionell, die Beamten freundlich. Gerade Besucher aus Deutschland sind hochwillkommen – viele Amerikaner haben deutsche Vorfahren oder dienten als Armeeangehörige in der Bundesrepublik. Sie schätzen übrigens auch das typisch deutsche Essen. Entsprechende Restaurants erfreuen sich großer Beliebtheit – und sind ein guter Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei einer Unterhaltung mit Amerikanern sollten Sie aber bedenken, dass Politik in den USA nicht als klassisches Small-Talk-Thema gilt. Generell ist der Alltag weniger politisiert als in Deutschland. Vor allem aber sind wir in Florida Gäste – und nicht Nachhilfelehrer in Staatsbürgerkunde. Wir können ja auch gut auf Ratschläge verzichten, wer ab Herbst im Kanzleramt sitzen soll. Wenn Sie also mit dem Gedanken an eine Florida-Reise spielen: Nichts wie hin! Sie erwartet ein faszinierendes und freundliches Land. See you soon im Sunshine State!

Für die Reisenden in den Sunshine State sind folgende Fakten sicher wichtiger als die Frage, wer im Weißen Haus regiert:
1) Hohe Sicherheit in allen touristischrelevanten Gebieten Floridas
2) Großartige Infrastruktur
3) Beeindruckende Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Bevölkerung
4) Hervorragende Hygiene
5) Einmalig schöne Landschaften, weite Strände und Städte unterschiedlichen Charakters

 
  
02. 07. 2017
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