15. 03. 2012
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Reisen

Jacksonville feiert 450 Jahre französische Geschichte

Erster Mai 1562. Jean Ribault steht unter drall aufgeblasenen, schneeweißen Segeln. Feuchtwarme Luft fährt über sein vom Meersalz gegerbtes Gesicht, streift die markante Nase. Mit beiden Händen schützt er seine Augen, denen er nicht traut, vor der glitzernden Sonne. "Wie wunderbar", denkt er und dreht das Steuerrad locker nach links auf den ruhig fließenden St. Johns River ein.

Autor: Tanja Weithöner

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Rechts am Ufer staunen die Timucua-Indianer, flüstern sich halb entzückt, halb verschreckt von der Imposanz der französischen Fregatte etwas Unverständliches auf Mocama zu. Jean schüttelt sich: Ist das Wirklichkeit oder ist es ein Traum? Nein, so oder so ähnlich passierte es tatsächlich.

Jean legte einen Stein auf das hübsche Land (Florida!) und beanspruchte es für das Königreich Frankreich. Zwei Jahre später kamen die Franzosen wieder, um das Fort Caroline zu errichten. Und noch bis heute umweht ein Hauch französischen Flairs die First Coast Floridas.

So schippert zum Beispiel die "Jean Ribault Ferry" zwischen dem Atlantic Drydock und der Jacksonville Marina jeden Tag bis zu 40 Autos pro Tour über den St. John's River. Statt vom Segeltuch wird diese Jean Ribault jedoch von hoch technischen Computersystemen angetrieben.

Zu Ehren des Entdeckers Ribault wurde sogar ein Fluss benannt. Der "Ribault River" kreuzt den Trout River und plätschert nach Norden. Munter schlängelt er sich durch dichte Baumbestände, als würde jede Welle im Schatten der Mangroven eine andere spannende Eroberungsgeschichte von damals erzählen.

Dass das alles mehr als eine Freibeuterstory ist, daran erinnert der "Huguenot Memorial Park". Hier kann man herrlich campen und Vögel beobachten, angeln, schwimmen oder sogar surfen.

Doch damit nicht genug: Jetzt werden die Franzosen auch mit einem Festival geehrt. Das "Commemorate 450" wird am 1. Mai 2012 stattfinden. Dafür wird das Ribault-Monument im Fort Caroline Park feierlich eingeweiht und der Künstler Lee Adams installiert sein Gemälde "Ribault's Landing" in der Bibliothek von Jacksonville.

Und das absolute Highlight: Die französische Navy dockt mit zwei riesigen Schonern, der "Etoile" und der "Belle Poule", an. Begehen erwünscht. Apropos begehen: Am 5. und 6. Mai gehen "Franzosen" in traditioneller Uniform im Fort Caroline auf und ab, als wäre es 1562. Gehen Sie mit.

 
  
15. 03. 2012
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