Ob wir ein Helfersyndrom haben? Mag sein. Aber Sie glauben (noch) gar nicht, wie unglaublich befriedigend es ist, die erste zarte Geweihkoralle auszupflanzen, bis zu 20 Meter unter dem karibischen Meer.
Und daneben kommt gleich eine junge Elchhornkoralle. "Genau!", nickt Tauchgangführer Ken Nedimyer, Präsident der Stiftung, und formt zwischen den aus seiner Sauerstoffflasche tanzenden Blasen ein "O"-Zeichen. Wir wissen Bescheid. Alles klar. Diese zwei Nesseltiere haben zusammen die besten Chancen innerhalb von ein bis zwei Jahren eine neue, intakte Korallenkolonie zu erschaffen.
Nedimyer arbeitet seit 2007 an der Rekultivierung der Korallenriffe vor den Florida Keys. Er ist es auch, der uns vor dem Abtauchen den Unterschied von Weich-und Steinkoralle sowie deren Fähigkeit zur Filtration von Mikroplankton erklärt, als wäre es ein fantastisches Abenteuer aus einer längst vergangenen Zeit. Und selbstverständlich zeigt er uns liebevoll, wie die Korallen vor ihrem Neuanfang zu reinigen sind.
Wir kommen nächstes Jahr wieder und schauen, ob unsere Korallen-Babies hübsch gewachsen sind. Mehrere Zentimeter sollten sie schon "gut gemacht" haben und ein paar nette Verzweigungen sollten sie auch gebildet haben. Ken erklärt, dass bisher noch nirgendwo sonst von Menschenhand ausgesetzte Korallen derart "aufgeblüht" seien. Wir bekommen Gänsehaut. Vor Kälte kann das nicht sein ...
Weitere Informationen zur Coral Restaoration Foundation und zum Freiwilligen-Programm für die Korallenriffe finden Sie auf der Webseite der CRF.


