- Falls ein Arzt Sie in ihrem Hotel oder in Ihrer Wohnung besucht, sollten Sie diesen bitten, eine Kopie seiner "Florida License" (Ärztliche Bescheinigung) vorzuweisen.
- Der Arzt sollte eine Facharztausbildung mit Facharztprüfung absolviert haben. In diesem Fall wird die Visitenkarte eine Zusatzbezeichnung aufweisen, wie zum Beispiel:
Bernd Wollschläger, M.D. (Doktor der Medizin),
Diplomate of the American Board of Family Practice
(Facharzt für Allgemeinmedizin) - Die meisten Ärzte haben so genannte "Staff Privileges" in Krankenhäusern und können Sie auch stationär behandeln, falls Sie intensivere medizinische Behandlung benötigen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt danach.
- Ihr Arzt sollte Ihnen eine Telefonnummer hinterlassen, damit Sie Ihn auch zurückrufen können.
- Ihr Arzt sollte eine Praxis-Adresse vorweisen, damit Sie Ihn auch in seiner Klinik besuchen können, um weitere medizinische Behandlungen oder Untersuchungen durchführen zu lassen.
- Die Behandlungspreise sollten Ihnen vorher mitgeteilt werden und nicht mehr als das Zweifache der so genannten "Medicare allowable" überschreiten. Beispiel: Ein typischer Hausbesuch (30 Minuten) kostet zwischen $160-$180. Notwendige Injektionen oder Verschreibungen werden selbstverständlich separat verrechnet.
- Sie sollten in der Lage sein, mit Ihrer Kreditkarte zu bezahlen. In einigen Fällen verlangt der Arzt von Ihnen eine Vermittlungsgebühr ($30), die an das Hotel weitergeleitet wird. Diese "Kick-back" Methode ist illegal und Sie sollten diese Zahlung verweigern und sich bei der Hotelleitung und ihrem Reiseleiter beschweren.
Rückenschmerzen auf Reisen
Eine Umfrage unter Bundesbürgern über 14 Jahren enthüllte erschreckende Ergebnisse: 33,5 Millionen Menschen litten im vergangenen Jahr unter Rückenschmerzen. Muskel- und Skeletterkrankungen nehmen eine Spitzenstellung in der Krankheitsartenstatistik ein.
Auch im Urlaub werden viele von diesem Leiden nicht verschont. Vor allem nach einem langen Flug beginnen viele Reisende ihren verdienten Urlaub mit Rückenschmerzen. Körperliche Inaktivität ist einer der häufigsten Gründe für Muskelverspannung. Von den Personen, die länger als vier Stunden täglich sitzen, klagt die Hälfte über Verspannungen im Schulter-Nacken- und Rücken-Bereich. Die angewandten Behandlungsmethoden beinhalten Spritzen, Schmerzmittel oder Muskelentspanner, Massagen, Fangopackungen, Bestrahlungen oder Krankengymnastik.
Sport und Bewegung stärken die Rückenmuskulatur und beugen Erkrankungen vor. Falls Sie ärztliche Behandlung in Florida benötigen, sollten Sie die Notfallaufnahme in hiesigen Krankenhäusern vermeiden. Eine Behandlung im "Emergency room" kann mehrere tausend Dollar kosten und ist oft nicht indiziert. Ein Hausarzt kann ihnen preiswerte entzündungshemmende Mittel verschreiben und in schweren Fällen auch Spritzen verabreichen. Sie sollten während des Fluges folgende vorbeugende Maßnahmen ergreifen:
- Im Sitzen auf eine gerade Haltung achten.
- Aufrechte Sitzposition durch eine Rückenlehne abstützen, dabei beide Füße auf den Boden stellen.
2- bis 3-mal während des Fluges die Beine vertreten. - Nach der Landung vermeiden Sie schwere Koffer alleine zu heben und beim Heben des Koffers diesen möglichst nah am Körper halten.
Reiseimpfungen für Florida
Hier in Florida leben wir in den Tropen, wo gewisse Infektionserkrankungen auftreten können. Ich hoffe, dass Sie vor Ihrem Abflug Ihren Impfausweis überprüft haben und falls Sie in die Karibik, nach Mittel- oder Südamerika weiterreisen, die notwendigen Impfstoffe erhalten haben.
Auf alle Fälle sollten Sie gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geimpft sein. Der Erreger dieser Erkrankung ist der Giftstoff von Clostridium tetani, ein Bakterium. Die Übertragung geschieht meist durch eine Wundverschmutzung. Klassisch ist die so genannte "Bagatellverletzung", das heißt kleine bis kleinste Wunden.
Die Erkrankung kann zu Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Abgeschlagenheit, Schwitzen, später dann Muskelkrämpfen, Schluckbeschwerden, allgemeiner Krampfneigung, Kreislaufproblemen und letztlich Atemstillstand führen. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft und trotz moderner Behandlungsmethoden in 20 bis 30 Prozent der Fälle tödlich. Die beste Vorbeugung ist eine Impfung, die alle 5 bis 10 Jahre wiederholt werden sollte, da viele Erwachsene keine ausreichenden Antikörper gegen die Erkrankung im Blut haben.
Hepatitis A, eine der bedeutendsten Nahrungsmittelinfektionen, ist in fast allen tropischen und subtropischen Regionen heimisch. Der Hepatitis A Virus kann infektiöse Lebererkrankungen hervorrufen. Die Übertragung ist fäkoral, d.h. bei fehlender Wasser-, Abwasser- und Abfallhygiene über kontaminiertes Trinkwasser, Gemüse, Früchte und Meerestiere, besonders Muscheln.




