Ein entspannender Urlaub soll es werden. Einfach nur relaxen. Sich um nichts kümmern müssen. Schon die Reise-Vorbereitungen verlaufen stressfrei. Unsere Reiseroute liest sich wie ein Märchen: acht Karibik-Inseln in einer 13-tägigen Cruise.
Starthafen unseres Kreuzfahrtschiffs ist Miami. Ende Februar, es ist warm und sonnig. In Deutschland ist es gerade regnerisch und scheußlich kalt. Aber die Heimat ist in diesem Moment ganz weit weg. Da stehen wir nun an der Pier und blinzeln, von der Sonne geblendet, die schneeweiße Steilwand hinauf. Majestätisch liegt die 261 Meter lange Galaxy vor uns im türkisblauen Wasser. Durch das vorherige Online-Einchecken auf der Website von Celebrity Cruises geht die Abfertigung an der Pier sehr schnell. Wir erhalten eine Sea-Pass-Codekarte, die gleichzeitig als Türschlüssel für die Kabine und Zahlungsmittel an Bord dient. Noch ein Foto vor dem Security Check, dann ist es so weit: Hinein in den dicken Schiffsbauch, mit dem Aufzug schweben wir hinauf in die Lobby.
Draußen denkt man noch, es geht aufs Schiff, drinnen stellt man fest, man ist in einem schwimmenden Luxushotel gelandet: schwerer Teppichboden in sattem Bordeauxrot, blank geputzte Treppengeländer in Messinggold, wuchtige Kronleuchter und ein freundlich grüßendes Bordpersonal in schneeweißen Uniformen. Unsere Kabine ist erstaunlich geräumig und besitzt ein großes Panoramafenster.
Zur Notfall-Übung müssen alle Passagiere auf Deck sein. Als wir mit unseren sperrigen, knallig orangefarbenen Schwimmwesten behängt den Instruktionen lauschen, welche Gruppe welchem Rettungsboot zugewiesen wird, überkommt mich ein leichtes Titanic-Feeling. Zurück in der Kabine verschaffe ich mir schnell Ablenkung und erkunde den schiffseigenen CruiseNet-Kanal, über den man bequem vom Bett aus Ausflüge buchen kann: HaiTauchen, Jeep-Safaris, Segeltörns, Delfinschwimmen, Schnorcheltouren mit dem Katamaran. Eine erste Schiffserkundungstour versetzt uns ins Staunen. Fitness-Center und Spa, Kino, Boutiquen, Bars und Discos, Restaurants, Internetcafé und Bibliothek, Casino und ein riesiges Theater mit abendlichen Gala-Shows – das Vergnügungsangebot ist gigantisch. Nach dem Abendessen begrüßen der griechische Captain Isidoros Karamaounas und seine Crew die Gäste im Theatersaal.
Mit einem Cocktail in der Hand lassen wir auf Deck den Tag ganz relaxt ausklingen und freuen uns auf unsere erste Karibikinsel: Puerto Rico. Eigentlich ist die kleinste Insel der Großen Antillen allein schon einen Urlaub wert. Das wird uns beim gemütlichen Bummel durch die urigen Altstadt-Gassen von San Juan schnell klar. Von der mächtigen Festungsanlage El Morro, welche die gesamte Spitze des Eilands einnimmt, hat man einen tollen Ausblick auf die karibische See, die in allen Nuancen von azur- bis türkisblau schimmert. Irgendwo da draußen liegt unser nächstes Ziel: Aruba.
Doch zuvor genießen wir einen entspannten Tag auf See, lassen uns verwöhnen und liegen faul am Pool. Unterhaltung gibt es mehr als genug: Für die Aktiven stehen Tanz-, Computer- und Kochkurs, ein Akupunktur-Seminar sowie ein Spinningkurs im Fitness-Center im Angebot. Wer etwas für die Schönheit tun will, hat die Wahl zwischen einem Workshop zum Thema »Mehr essen, weniger wiegen«, einer Botox-Behandlung oder einem Zahn-Bleeching in der Wellness-Oase. Und für den Abend steht ein Musical-Potpourri auf dem Programm.
Am nächsten Morgen erreichen wir Aruba, die kleinste der Niederländischen Antillen vor der Küste Venezuelas. Die nur 31 Kilometer lange und 10 Kilometer breite Insel ist fast das ganze Jahr über mit Sonnenschein gesegnet und kann sich rühmen, einige der schönsten Strände der Welt zu besitzen, erfahren wir im CruiseNet. Davon wollen wir uns gerne überzeugen lassen. Während die Shopping-Fans die Juwelierläden und Boutiquen der klimatisierten Mall erstürmen, fahren wir mit dem Taxi zum Eagle Beach, vorbei an den von Palmen und pastellfarbenen holländischen Kolonialhäusern gesäumten Straßen der Inselhauptstadt Oranjestad. Unterwegs entdecken wir hellgrüne Leguane in den Riesen-Kakteen am Straßenrand und lernen von unserem Fahrer ein paar Brocken Papiamento, der einheimischen Kreolsprache. Der Strand ist ein Traum, postkartenähnlich, mit puderzuckerfeinem Sand. Genau das richtige, um die Seele baumeln zu lassen.








