01. 10. 2013
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Miami

Miamination: Angesteckt vom Party-Virus

Freiheit, Sexiness, Party, Glamour, Beach. Hier haben wir den Raum gefunden, wo wir uns völlig fallenlassen können. Und alles andere vergessen. Miami ist unsere City. Hier schlägt unser Herz schneller als irgendwo anders auf der Welt. Hierhin wünschen wir uns immer wieder zurück. Und wir kommen. Um zu tanzen und verrückte Dinge zu tun.

Autor: Tanja Weithöner

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In meiner Reisetasche der winzige blaue Triangelbikini, das Batik-Maxikleid und die Flip-Flops. Da in Miami Körperkult Programm ist, befinden sich selbstverständlich auch irgendwo die Turnschuhe und die Yoga-Girl-Lycras, die gerade so eng sind, dass sie sich noch angenehm weich auf der Haut anfühlen.

So bestückt checke ich mit den anderen im angesagten »The Shore Club« direkt am South Beach ein. Der sexy Rezeptionist macht gleich auf Sweet-Talk: »How was your flight?« Seine Kollegin lächelt zuckersüß wie Cupcake-Icing: »Hi there!«. Was man zu Hause als oberflächlich empfinden würde, kann man in Miami einfach nur genießen, ohne es je zu hinterfragen. »Hello. Very nice. Thanks for asking«, säuselt man zurück, auch wenn die Antwort schon niemanden mehr kümmert. Man schwimmt einfach mit auf der sonnigen Welle ohne dramatischen Tiefgang. So what?

Viel lieber wollen wir uns in der legendären Sky Bar mit Gin Tonic betrinken, während wir uns auf orientalischen Poufs räkeln und uns am Rooftop-Pool so knackig brutzeln lassen, wie es schon Popsängerin Jessica Simpson und Schauspielerin Tara Reid taten. Dabei treibt uns so ein klitzekleines Stückchen Luxus-Sehnsucht an, das seit unserer Ankunft ununterbrochen in unserer Magengegend kitzelt. Etwas Aufregendes erleben. Irgendetwas, nichts Konkretes.

Gegen unsere emotionale Überfütterung hilft ein handfester »Pork Belly Bun« mit gebratenem Kimchee-Reis im fast gleichnamigen Hipster-Lokal »Pubbelly«. Hier speist Lenny Kravitz, wenn er abends nach einem Konzert plötzlich Heißhunger verspürt. Nichts für Ovo-Lacto-Vegetarier, auch nicht unbedingt glamourös, eher tapasbudenmäßig entspannt, aber saulecker. Danach stoppen wir beim »Blooms«, wo wir uns einen eisgekühlten »Ring of Fire« ordern: »Chin-Chin!«.

Für unsere Tour in Miamis Nachtleben haben wir einen richtigen Plan gemacht. Wir konnten uns einfach nicht auf einen einzigen Club einigen. Bestens, besuchen wir eben vier! Wir freuen uns auf’s »LIV at the Fontainebleau«, die Nummer vier der »US Nightclub & Bar Top 100 Liste 2013«.

Erst im vergangenen Januar verbrachte Leonardo DiCaprio im LIV eine wilde Partynacht, nachdem man ihm zuvor im »Gotham« Steak auftischte. Stars wie Leo schwören auf Miamis trendige, durchdesignte Szenetempel. Wären wir dort gewesen, wir hätten ihn bei seinem Besuch im »Baoli South Beach« umschwärmt, dass er für die acht Kumpels um ihn herum gar nicht mehr zugänglich gewesen wäre. Mehr als eine Flasche Dom Perignon hätten wir mit dir geleert, Leo. Vielleicht dieses Mal? An diesem Abend? In Miami sind solche Träume erlaubt. Nirgendwo anders ist man ihnen so nah wie hier in der heißesten Sunshine-Stadt der USA.

Einen längeren Spaziergang weiter im »Mango’s Tropical Cafe« auf dem Ocean Drive dürfen wir keine Dekadenz und A-Stars erwarten. Hier wird schlicht die pure Lebensfreude, die aus Südamerika nach Miami herüberschwappt, reflektiert: Rassige Frauen mit Latte-Macchiato-Teint in knappen Leoröckchen mit übervollen Lippen bewegen neben uns ihre Popos, dass wir nicht wissen, ob wir vor Spannung hinschauen oder vor Neid und Scham auf die schlichten Holztische starren sollen. Die Luft ist stickig und schwül, die Wände sind auf beiden Etagen mit tiefgrünen Dschungelmotiven bepinselt. Von allem gibt es ein bisschen zu viel – zu viel Hitze, zu viel Sex, zu viel Dunkelheit. Trotzdem oder gerade deswegen ist das Mango’s eine der bestbesuchten Bars Floridas.

Ein paar Blocks weiter hocken wir uns an einen freien Tresen des »Clevelander«. Eine flackernde Neonröhre hüllt uns in pinkfarbenes Licht. Dagegen kontrastiert der blauschwarze Nachthimmel. »Wow!«. Während wir an unseren minzigen Mojitos sippen, schauen wir auf die vorbeicruisenden Cabrios, aus denen Mädchen in Achtzigerjahre-Hotpants und -Tanktops herauskreischen und Jungs mit Basecaps cool zu uns hinübernicken. Vor dem Eingang rattern einige unfassbar durchtrainerte Inlineskater vorbei.

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