Eines vorweg: Die USA sind ein tierfreundliches Land. Und nirgendwo lieben die Menschen ihren Hund oder ihre Katze so sehr wie in Florida. Glauben Sie nicht? Schauen Sie mal in der "Cape Dog Bakery" in Cape Coral vorbei (Big John’s Plaza, 1207 Cape Coral Pkwy. E, Telefon: (239) 542-9663). Hier gibt es nicht nur die tollsten Leckerlis (alle Kekse sind aus Joghurt, Karotten, Eiern und ungebleichtem Mehl hergestellt), hier finden Frauchen und Herrchen auch alles, was aus dem Wauwau einen Topdog macht: Halsbänder und Leinen mit Flamingos, Palmen, kleinen Fröschen oder exotischen Blüten bedruckt. Außerdem finden Sie in der Designer-Hundeboutique schicke Accessoires, Bilderrahmen, Portemonnaies, Näpfe, Gruß- und Postkarten, jede Menge ausgefallenes Spielzeug und sogar Schwimmwesten, falls Ihr Liebling mit auf eine Bootstour darf.
Oder sehen Sie sich mal in den fünf super-gepflegten "Kennel Clubs" des Walt Disney World Resort um: Hier wird Ihr Vierbeiner gegen eine geringe Gebühr liebevoll betreut, während Sie im Magic Kingdom Bekanntschaft mit Cinderella und Co. machen oder sich im Epcot Center einen Überblick über den neuesten Stand von Forschung und Technik verschaffen. "Das hier sind alles meine Kinder", sagt Donna Martin vom Kennel Club in Disney's Animal Kingdom. "Ich liebe es, mich um sie zu kümmern, bis Herrchen und Frauchen wieder zurück sind." (Reservierungen für die Kennel Clubs: Magic Kingdom (407) 824-6568, Epcot (407) 560-6229, Disney-MGM Studios (407) 560-4282, Disney's Animal Kingdom (407) 938-2100, Disney's Fort Wilderness Resort and Campground (407) 824-2735)
So viel zur Tierliebe der Floridianer. Doch wer mit seinem Hund oder seiner Katze in den Sunshine State einreisen will, sollte sich über die genauen Einreisebestimmungen informieren. Besonders wichtig ist die Bescheinigung über die Tollwutimpfung: Hunde müssen mindestens 30 Tage vor der Einreise in die Vereinigten Staaten gegen Tollwut geimpft worden sein. Es sei denn, sie sind jünger als 3 Monate und sie halten sich für mindestens sechs Monate in einem von der U.S. Public Health Service Behörde für tollwutfrei erklärten Bezirk auf. Ein gültiger englischsprachiger oder übersetzter Impfpass muss das Tier begleiten. Neben der Unterschrift des Tierarztes muss dieser die Identität des Tieres einwandfrei nachweisen und Impfdatum sowie Gültigkeitsdauer belegen. Und: Die Impfung darf bei der Einreise nicht länger als 12 Monate zurückliegen. (Weitere Auskünfte erteilt der US Customs Service Berlin, Telefon: 030-83 05 14 70 oder 8 32 92 33 oder unter http://germany.usembassy.gov/germany/faqs/customs.html).
Die Vorkehrungen in punkto Gesundheit sollten bereits im Heimatland getroffen werden. Ganz wichtig: Fragen Sie Ihren Tierarzt nach "Reisekrankheiten", vor denen Sie Ihr Tier schützen sollten. Gemeinsam mit ihm können Sie eine auf Ihr Haustier abgestimmte kleine Reiseapotheke zusammenstellen. Einige Hunde reagieren insbesondere bei längeren Reisen übernervös und ängstlich. Sprechen Sie Ihren Tierarzt auf mögliche Beruhigungsmittel für Ihren Begleiter an. Übrigens: Bei einem Aufenthalt in ungewohnt warmem Klima ist der Appetit Ihres Vierbeiners oft vermindert. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge, solange Ihr Tier dabei nicht deutlich an Gewicht verliert. Übrig gelassenes Futter sollten Sie nicht noch einmal anbieten, da es in der Hitze leicht verderben und die Ursache von Magen-Darm-Störungen sein kann. Lassen Sie Ihr Tier möglichst nicht aus Näpfen trinken, die allgemein zugänglich sind. Es besteht die Gefahr der Ansteckung durch kranke Tiere, die aus diesem Napf getrunken haben. Damit Sie sich nicht unbeliebt machen: Decken Sie sich mit ausreichend Kottüten ein, um die Notdurft Ihres Tieres aufzusammeln und zu entsorgen.
Wenn Sie Ihren Hund oder Ihre Katze im Flugzeug mitnehmen wollen, sollten Sie sich unbedingt bei der Fluggesellschaft informieren. Ganz kleine Hunde können in der Regel mit in die Kabine genommen werden. Die Anzahl der erlaubten Tiere in der Kabine ist stark begrenzt, Sie sollen sich daher frühzeitig bei der Fluggesellschaft erkundigen, ob noch Plätze für Ihren Wunschflug frei sind. Größere Hunde müssen in den Frachtraum. Die Transportbox für den Hund muss der Besitzer mitbringen. Ganz wichtig: Buchen Sie Ihren Hund auf gar keinen Fall als "Cargo", also Fracht bei der Fluggesellschaft. Sonst stehen Ihnen beim Abholen große Laufereien bevor, da Sie Ihr Tier nicht am Flugsteig ausgehändigt bekommen, sondern im Zollabfertigungsgebäude für Fracht.


