Neues Schiffswrack auf den Florida Keys zu ertauchen

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Als Backfisch stürmte die "Vandenberg" in den 40ern Europas rauhe See, ihre Jugend verbrachte sie als Transporter an der vornehmen Ostküste, wo sie 1996 schließlich in die wohlverdiente Pension ging. Seitdem wartet sie in Norfolk geduldig auf ihren Renten-Platz, nicht an der Sonne, sondern zirka 40 Meter unter der Meeresoberfläche.

Die Vandenberg geht für Sie auf Key-Tauchstation!<br>(Foto: © Julie Fine)

Die Vandenberg geht für Sie auf Key-Tauchstation!
(Foto: © Julie Fine)

Der ehemalige Truppentransporter für die U.S. Army dient künftig als künstliches Riff für das Florida Keys National Marine Sanctuary. Und natürlich für begeisterte Sporttaucher und possierliche Meeresbewohner.

13 lange Jahre, 75.000 schweißtreibende Arbeitsstunden und satte 8,6 Millionen Dollar hat es gebraucht, bis es am 12. April um 12:15 Uhr endlich los in Richtung Süden gehen konnte. 13.000 Tonnen Stahl verteilt auf zirka 160 Meter Länge galt es den Elizabeth River hinunter bis zum Chesapeake Bay zu manövrieren, von da an trat die 66-jährige Vandenberg allein mit einer Zughilfe, der Elsbeth III, ihre letzte große Atlantiküberquerung an.

Die 1.100-Meilen und rund acht Tage dauernde Reise nach Key West wird für die alternde Ozean-Lady nicht ganz unbeschwerlich sein, doch mit etwa sechs Meilen pro Stunde wird sie Welle für Welle ihrem Ziel um eine Schiffslänge näherkommen. Sie müssen sich also nicht allzu sehr mit dem Kofferpacken beeilen, wenn Sie noch vor ihr die Keys erreichen möchten! Und es bleibt auch noch genug Zeit, um am Pool des Pier House Resort & Caribbean Spa (vom Travel + Leisure Magazin unter die 500 besten Hotels gewählt!) zu entspannen, bis zum feierlichen Schiffe-Versenken, das für den 20. Mai bis 1. Juni 2009, sechs Meilen südlich der Küste, geplant ist, so die USA today.

Selbst zehn Prozent vom Hotelpreis "versenken" kann jeder, der sich für drei oder mehr Nächte mit dem Code TDC im Pier House einbucht. Ein Paar Tage und viele wunderschöne Tauchgänge werden Sie auch brauchen, um das weltweit zweitgrößte Schiffswrack seiner Art zu erkunden, das zuletzt 1963 bei seinem Einsatz zum Start der Mercury, Gemini und Apollo Missionen von Cape Canaveral und 1999 mit seiner Rolle als russisches Forschungsschiff neben Jamie Lee Curtis und Donald Sutherland im Blockbuster "Virus" von sich reden machte.

Dive's up, 145 Meter "Geschichte" warten allein an der Starboard Sektion von Deck eins!

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Autor: Tanja Weithöner